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Wasserwacht rettet Dackel aus See
© ORF - Wasserwacht/Feuerwehr Waging

Feuerwehr rettet Dackel aus vereistem See in Bayern: Hundefreunde sind stinksauer!

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Während die Retter des Hundes für ihre schnelle Reaktion und ihren Einsatz gefeiert werden, stellen sich viele Nutzer wütend eine ganz zentrale Frage.

Es sollten entspannte Stunden am Feiertag werden, doch der Ausflug an den Waginger See (Bayern) endet am Dreikönigstag beinahe in einer Tragödie.

Während Passanten den sonnigen Nachmittag genießen, spielt sich auf dem Eis ein Drama ab, das die Augenzeugen den Atem anhalten lässt – und nun für hitzige Diskussionen sorgt.

Dackel bricht ins Eis ein

Gegen 15.45 Uhr passiert das Unglück am Strandkurhaus: Eine kleine Dackelhündin läuft auf die zugefrorene Fläche. Doch die Eisschicht ist trügerisch dünn!

Etwa acht Meter vom Ufer entfernt gibt das Eis nach. Der kleine Hund bricht ein, strampelt im eiskalten Wasser und schafft es nicht mehr aus eigener Kraft zurück auf festen Boden…

Wasserwacht reagiert blitzschnell

Zum großen Glück für den Vierbeiner beobachten nicht nur geschockte Spaziergänger seinen Todeskampf, sondern auch Kräfte der örtlichen Wasserwacht. Sie fackeln nicht lange, starten eine unverzügliche Rettungsaktion und holen den völlig durchnässten Dackel aus dem eisigen Wasser, bevor er unterkühlt oder ertrinkt.

An Land wartet bereits die Feuerwehr Waging, die mit 15 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen angerückt ist. Sie wickeln das zitternde Tier in warme Decken, bis es sich erholt hat.

Warum hat Frauchen ihn von der Leine gelassen?

Doch während die Erleichterung über die Rettung groß ist, mischt sich im Netz und unter Tierfreunden Wut in die Freude. Die drängende Frage, die sich viele stellen: Warum hat das Frauchen die Hündin überhaupt von der Leine gelassen?

Bei den aktuellen Temperaturen sind Eisflächen oft noch nicht tragfähig. Einen kleinen Hund unter diesen Umständen in Ufernähe frei laufen zu lassen, grenzt für viele Kritiker an grobe Fahrlässigkeit.

Ein Dackel löst Großalarm aus

Der Leichtsinn hatte Folgen: Die Leitstelle Traunstein hatte ein riesiges Aufgebot alarmiert. Neben der Feuerwehr Waging waren auch die Feuerwehr Petting, die Wasserwachten Kühnhausen und Tengling/Törring sowie die DLRG Traunstein-Siegsdorf auf dem Weg. Nur dank der schnellen Rettung konnten diese Einheiten die Anfahrt abbrechen.

Am Ende konnte die Dackelhündin ihrem „überglücklichen“, aber hoffentlich nun auch schlaueren Frauchen übergeben werden.

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