Es ist der Albtraum für jeden Tierfreund, was in diesen Videos zu sehen ist! Der TikToker aus Mainz, der sie einstellte, hatte insgesamt fünf Katzen in seiner Wohnung. Für seine Community inszeniert er mit ihnen Szenen, die er offenbar für Unterhaltung hielt. In Wahrheit handelt es sich aber um nichts anderes als Tierquälerei...
Weil der Möchtegern-Influencer für seine „lustigen“ Clips einen Sturm der Entrüstung erntete, griffen die Behörden schließlich knallhart durch. Das Verwaltungsgericht Mainz bestätigt nun: Dieser Mann darf nie wieder ein Tier halten.
Szenen bis zur Überkeitsgrenze!
Besonders ein Clip schockierte das Gericht: Darin dreht der Mann eine seiner Katzen rund 20-mal extrem schnell auf dem Boden – und das innerhalb von nur 15 Sekunden. Das Tier ist danach sichtlich benommen, torkelt und kann seinen Kopf kaum noch halten.
Doch damit nicht genug. In einem anderen Video rasiert der Influencer eine Katze in der Badewanne mit einem Elektrorasierer. Seine dreiste Ausrede vor Gericht: Das habe der „Pflege“ gedient. Die Richter sehen das jedoch anders – aus gutem Grund.
Auf den Aufnahmen wirken die Schnurrhaare (Vibrissen) des Tieres deutlich gekürzt und scharf abgeschnitten. Damit beraubt der TikToker die Katze eines ihrer wichtigsten Sinnesorgane zur Orientierung.
Besonders ekelhaft: Auch sexueller Missbrauch von Tieren stand zur Debatte. In einem der Clips hatte der Mann seine Hand unter das Hinterteil einer Katze geschoben und mit dem Unterleib „gewackelt“. Eine sexuelle Handlung ließ sich zwar nicht zweifelsfrei beweisen, doch das war schon gar nicht mehr erforderlich.
Zuschauer zeigten ihn an
Zum Glück fanden die TikTok-User das Ganze so gar nicht lustig. Es hagelte Anzeigen beim Veterinäramt. Die Amtstierärztin reagierte sofort, verschaffte sich Zutritt zur Wohnung und beschlagnahmte alle fünf Katzen.
Der Mann wollte das nicht akzeptieren und klagte im Eilverfahren gegen das Haltungs- und Betreuungsverbot. Er fühlte sich ungerecht behandelt.
Keine Gnade vor Gericht
Doch das Verwaltungsgericht Mainz (Az. 1 L 660/25.MZ) kennt kein Pardon, wie es mit seinem Urteil jetzt klarmacht. Die Entscheidung der Behörde sei vollkommen rechtmäßig. Aufgrund der dokumentierten Misshandlungen in den Videos sei der Mann als Tierhalter ungeeignet.
Die Konsequenz ist brutal, aber gerecht: Die Katzen sind endgültig weg. Eine der misshandelten Samtpfoten wurde sogar bereits an eine liebevolle neue Familie verkauft. Der TikToker steht nun ohne Samtpfoten, aber mit einem rechtskräftigen Tierhalteverbot da.