Es sollte eine fröhliche Hochzeitsreise werden - doch für eine bayerische Familie wurde der Ostfriesland-Aufenthalt in der Nacht zum Donnerstag zu einem dramatischen Albtraum, der gleich drei verschiedene Rettungsteams auf den Plan rief.
Insgesamt vier Samtpfoten begleiteten ihre Halter auf diese besondere Reise in den hohen Norden, darunter die zweijährige schwarze Katze Luna. Und die wird zur Hauptfigur eines nächtlichen Dramas.
Fenster auf, Katze weg
Luna beschließt nämlich kurz vor 3:00 Uhr morgens, das Ferienhaus auf eigene Faust zu erkunden. Die ungewohnte ostfriesische Umgebung weckte offenbar ihren Entdeckerdrang.
Luna gelingt es zu allem Überfluss dann auch noch, ein Dachfenster eigenständig zu öffnen. Ob durch Zufall oder katzentypische Hartnäckigkeit - die schwarze Samtpfote bahnt sich dadurch den Weg ins Freie und klettert mutig auf das Dach des Ferienhauses. Doch dort endet ihr Abenteuer abrupt: Sie sitzt fest.
Feuerwehr vor einem Rätsel
Ihre besorgten Halter alarmieren daraufhin die Feuerwehr. Doch als die endlich vor Ort ist, fehlt zunächst jede Spur von Luna die Katze – bis plötzlich ein leises Mauzen aus dem Schornstein zu hören ist!
Ein Blick hinein offenbart das ganze Ausmaß von Lunas misslicher Lage: Den Rettern funkeln zwei helle Augen aus der Dunkelheit des Kamins entgegen.
Luna rutscht tiefer ins Rohr!
Luna hatte sich, vermutlich aus Panik vor den Rettungskräften oder auf der Suche nach einem vermeintlich sicheren Versteck, in den Schornstein geflüchtet. Dort steckte die schwarze Katze nun fest - gefangen in einem engen Rohr, ohne Möglichkeit, sich selbst zu befreien.
Und jeder ihrer Rettungsversuche bringt die Katze nur tiefer ins Rohr, wie die Feuerwehrleute feststellen müssen. Schließlich wird das Technische Hilfswerk (THW) hinzugezogen. Das Team setzt auf eine andere Lösung und trägt mit schwerem Gerät im Erdgeschoss das Mauerwerk um den Kamin herum ab. Doch auch das erweist sich leider nicht als die ultimative Lösung.
Schornsteinfeger erlebt den Einsatz seines Lebens
Nach Stunden setzen die Retter auf ungewöhnliche Hilfe: einen Schornsteinfeger. Gemeinsam mit Feuerwehr und THW entwickelt der eine Strategie, die schließlich zum Erfolg führt. Luna kann nach sechs Stunden endlich befreit werden!
„In 25 Jahren habe ich so einen Einsatz noch nicht erlebt“, staunt der Schornsteinfeger anschließend. Und vermutlich hofft er, dass es auch bei diesem einen Einsatz bleibt.

Das Happy End: Nach 6 Stunden ist Luna frei!
Die Erleichterung bei allen Beteiligten ist riesig, als die schwarze Katze endlich wieder festen Boden unter den Pfoten hat. Glücklicherweise blieb Luna unverletzt und konnte ihrer überglücklichen Familie zurückgegeben werden.
Bis zur Hochzeit wird die abenteuerlustige Mieze nun allerdings wohl erst einmal unter „Hausarrest“ stehen. Vorsichtshalber.