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Neues Gesetz: Saftige Geldstrafe für alle, die Kotbeutel nicht vorzeigen können

Ohne Beutel droht ein Bußgeld © Shutterstock: Symbolbild

Hundehaltern, die keinen Kotbeutel bei sich haben, wenn sie mit ihrem Vierbeiner unterwegs sind, droht jetzt ein empfindliches Bußgeld. Hat die neue Verordnung Signalwirkung für ganz Deutschland?

von Stefanie Gräf, 23.09.2019

Während ansonsten Plastiktüten heftig in die Kritik geraten sind, hat sich die Stadt Euskirchen bei Köln jetzt eindeutig dafür ausgesprochen. Jedenfalls in Sachen Hundekotbeutel. Denn Hundehalter, die künftig ohne die kleinen Plastiksäckchen erwischt werden, müssen dann ein Bußgeld von 45 Euro zahlen. Die neue „Hundekotbeutel-Mitführungspflicht-Verordnung“ macht es möglich.

Hundekotbeutelmitführungspflichtverordnung

 
Hundekotbeutel

Wenn deutsche Bürokratie ganz hart zuschlägt 🥊 Euskirchen plant ein Bußgeld zu verhängen, wenn Hundebesitzer keine Hundekotbeutel 💩 dabeihaben. Auf Bürokratendeutsch klingt das dann so: 🖊️📚🤓

Posted by WDR Lokalzeit aus Bonn on Tuesday, September 10, 2019

 

Da jetzt die Stadtverordnung einer generellen Überarbeitung unterzogen wurde, wurde – angeblich als Maßnahme zur Müllvermeidung – direkt ein entsprechendes Gebot zu den Kotbeuteln in die Neufassung eingearbeitet. Unter §8, Abs. 3, Satz 1 wird nun die Mitnahmepflicht geregelt, nicht ohne zuvor noch einmal eindringlich an das Umweltbewusstsein der Hundehalter zu appellieren.

Tatsächlich beschweren sich zunehmend mehr Einwohner über „Tretminen“ auf Bürgersteigen, Wegen oder öffentlichen Grünflächen. Nicht nur, dass es wenig Spaß macht, versehentlich in die Hinterlassenschaften der Vierbeiner hineinzutreten, neben der Geruchsbelästigung beklagen vor allem die Euskirchener mit Kindern auch ein Hygieneproblem. 

Einrichtung von Dogstations geplant

 

Euskirchen Die Stadtverwaltung will im Kampf gegen Hundekot auf Straßen und Plätzen Ernst...

Posted by Was geht in NRW on Thursday, September 5, 2019

 

Für Hundehalter sollte es eigentlich selbstverständlich sein, die Häufchen ihrer Lieblinge aufzusammeln und adäquat zu entsorgen. Ob allerdings Plastiktüten die optimale Alternative sind, sei einmal dahingestellt. Sascha Reichelt vom Ordnungsamt der Stadt Euskirchen räumt ein, dass es hier noch Optimierungsbedarf gibt. Deshalb werde die Stadt auch daran arbeiten, umweltfreundlichere Alternativen für die Kotentsorgung, etwa aus Hanf, zu entwickeln. 

Um die Euskirchener Hundehalter bei der Umsetzung der „Hundekotbeutel-Mitführungspflicht-Verordnung“ zu unterstützen, wird die Stadt an insgesamt 31 „Dogstations“ kostenlos Beutel zur Verfügung stellen. Die Dogstations, die auch der Entsorgung der Kotbeutel dienen, werden zweimal wöchentlich geleert werden.

Inwieweit sich andere Städte diese Verordnung zum Vorbild nehmen werden, ist bislang noch nicht abzusehen.