Als das Telefon im Tierheim Bergheim klingelt, ahnt zunächst noch niemand etwas Böses. Immerhin könnte es sich um eine ganz gewöhnliche Nachricht handeln. Oder es ruft jemand an, der eines der Tiere adoptieren möchte. Doch diese Nachricht schlägt ein wie eine Bombe!
Am anderen Ende der Leitung: eine nahegelegene Tierklinik. Was die Mitarbeiter in den folgenden Minuten erfahren, lässt selbst die erfahrensten Tierschützer fassungslos zurück. Es ist der Beginn eines dramatischen Wettlaufs gegen die Zeit.
Tragödie während Katzen-Geburt
Kurz zuvor in der Klinik: Die Türen gehen auf, es muss schnell gehen. Halter stürmen mit ihrer Katze herein. Das Tier befindet sich mitten im Geburtsvorgang, doch etwas stimmt nicht. Die Situation ist kritisch. „Das Beinchen eines Babys war bereits zu sehen, Komplikationen kündigten sich an“, rekapituliert das Tierheim später auf Instagram.
Die Ärzte machen sich bereit, um das Leben der Mutter und ihres ungeborenen Nachwuchses zu retten. Doch noch bevor die medizinische Hilfe richtig anlaufen kann, kommt es zum Bruch. Die Klinik klärt die Halter über die anfallenden Kosten des Notfalls auf. Die Reaktion ist beispiellos!
Anstatt bei ihrem Tier zu bleiben, das in diesem Moment um sein Leben kämpft, treffen die Halter eine eiskalte Entscheidung. Sie drehen sich um und lassen die hochschwangere Katze in den Händen der Ärzte zurück. Allein. „Traurig, aber wahr“, so das bittere Resümee der Tierretter.
Der Kampf um die Familie geht weiter
Während die Halter verschwinden, übernehmen die Ärztinnen die Kontrolle. Unter Hochdruck bringen sie fünf weitere Babys sicher auf die Welt. Die Kitten sind wohlauf – doch das Drama ist noch nicht vorbei.
Der Körper der Mutterkatze bricht unter der Belastung zusammen. Die Diagnose: Wasser in der Lunge. Sie ringt um Luft, benötigt dringend lebensrettende Medikamente. Das Problem: Solange sie ihre fünf Neugeborenen säugt, ist eine Behandlung ausgeschlossen. Es droht eine tödliche Pattsituation.
In Bergheim zögert man keine Sekunde. Eine Mitarbeiterin des Tierheims fasst einen Entschluss und trennt die Neugeborenen vorübergehend von der Mutter, um sie per Hand aufzuziehen. Nur so ist der Weg frei, um das Leben der Katzenmutter medizinisch zu retten.
Ein teurer Funke Hoffnung
„Die Mutterkatze ist jetzt in Behandlung und wir hoffen sehr, dass ihr schnell geholfen werden kann“, erklärt das Tierheim. Der Plan steht: Sobald die Katze stabil ist, wird sie in Bergheim aufgenommen – zusammen mit der massiven Klinikrechnung, die ihre Besitzer hinterlassen haben. „In solchen Fällen können wir einfach nicht nein sagen.“
Das Ziel ist klar: Die sechsköpfige Familie soll so schnell wie möglich wieder vereint werden. Doch bis die Mutter wieder auf eigenen Beinen steht, bleibt die finanzielle Last an den Rettern hängen.
Das Tierheim Bergheim ist nun auf die Hilfe der Community angewiesen, um die unerwarteten Klinikkosten zu stemmen. Jeder Beitrag hilft, um die Folgen dieser kalten Entscheidung abzufedern.
Wer die kleine Katzenfamilie unterstützen möchte, kann dies via Paypal an paypal@tierheim-bergheim.de unter dem Stichwort „Katzenfamilie“ tun.