Ramona, eine 26-jährige Frau aus der Schweiz, glaubt, die ideale Hündin gefunden zu haben. Sie kauft eine kleine Staffordshire Terrier für ungefähr 450 Euro über eine Facebook-Seite, die dieser Rasse gewidmet ist.
Doch als die junge Frau den Impfpass der Hündin, die sie Nayla nennt, genauer ansieht, kommen ihr erste Zweifel. Irgendetwas an den Dokumenten scheint nicht zu stimmen.
Ungereimtheiten in den Papieren
Beim Durchsehen der Verkaufsunterlagen bemerkt Ramona mehrere offensichtliche Fehler. Einige Impfungen sind im Pass eingetragen, obwohl Naylas Wurf zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren war.
Ein weiteres Detail ist ebenfalls beunruhigend: Der Kaufvertrag beschreibt die Hündin als einen Labrador. Angesichts dieser Widersprüche geht die junge Halterin zu einem Tierarzt. Sie meldet die Situation auch der örtlichen Polizei, da sie einen illegalen Tierhandel vermutet.
Quarantäne und unerwartete Kosten
Um ihre Hündin behalten zu dürfen, muss Ramona sie für sieben Wochen in Quarantäne geben, wie die Zeitung *Ouest France* berichtet. Bluttests zeigen später, dass Nayla in Wirklichkeit nie gegen Tollwut geimpft wurde, was den Angaben in ihren Papieren widerspricht.
Der komplette Impfzyklus muss deshalb neu begonnen werden. Laut Experten werden solche gefälschten Pässe genutzt, um Welpen illegal und vor dem erlaubten Alter in die Schweiz zu schmuggeln.
Eine Geschichte, die doch noch gut ausgeht
Heute ist Nayla acht Monate alt und es geht ihr gut. Ihre Papiere sind nun ebenfalls in Ordnung. Aber dieses Abenteuer hat ihre Halterin einiges gekostet. Ramona schätzt, dass sie für Verwaltung und Tierarztkosten zusätzlich etwas mehr als 600 Euro ausgegeben hat.
Die Verkäuferin bestreitet unterdessen jede Beteiligung und behauptet, sie sei Opfer einer Rufmordkampagne. Sie hat sich aber bereit erklärt, der jungen Frau 100 Euro zu erstatten. Trotz der stressigen Erfahrung behält Ramona ihre Hündin Nayla.