Ein Tier in Not auf einem Steg
© wildliferehab_kl/TikTok

Ihre Hunde bellen unaufhörlich zum Steg: Als die Halterin nachsieht, entdeckt sie ein Tier in Not.

von Elise Petter Autorin

Am veröffentlicht

Tierretterin Karenlynn Stracher aus Long Island (USA) ist Notrufe gewohnt. Doch dieser Fall ist besonders: Das Leben eines Tieres hängt nur von zwei Hunden ab.

Alles beginnt, als die Hunde einer Anwohnerin panisch in Richtung des Kanals bellen. Ihre Halterin wird durch die Hartnäckigkeit neugierig. Sie geht zum Wasser und entdeckt eine kleine, regungslose Gestalt auf ihrem schwimmenden Steg. Es handelt sich um ein Opossum. Das Tier ist völlig durchnässt und kann das Festland nicht mehr erreichen.

Karenlynn Stracher vermutet, dass das Tier versehentlich in den Kanal gefallen ist. Es kämpft gegen die Strömung, kann aber die glatten Kaimauern nicht erklimmen. Mit letzter Kraft zieht es sich auf den abgelegenen Steg. „Ich bin wirklich dankbar, dass die Hunde ihre Halterin alarmiert haben“, erzählt die Retterin. „Ohne Schutz und nass wäre es wahrscheinlich erfroren.“

Ein Sonnenbad aus purer Verzweiflung

Als Karenlynn vor Ort ankommt, findet sie das Opossum völlig entkräftet vor. Es versucht, in einem dünnen Sonnenstrahl zu schlafen, um seinen durchgefrorenen Körper zu wärmen. Mit einem großen Kescher birgt sie das Tier vorsichtig. Danach wickelt sie es in eine warme Decke.

Die Untersuchung zeigt, dass das Opossum an Erschöpfung und starker Unterkühlung leidet. Die Retterin bringt es sofort an einen warmen Ort. Dort versorgt sie es mit nahrhaftem Futter und frischem Wasser. Dank dieser liebevollen Pflege kommt der kleine „Schiffbrüchige“ innerhalb weniger Stunden wieder zu Kräften. Er zeigt die typische Nervosität eines Wildtieres, das bereit für die Freiheit ist.

Zurück in die Wildnis

Noch am selben Abend bringt Karenlynn ihren kleinen Schützling in der Dämmerung in einen örtlichen Park. Sobald sie die Transportbox öffnet, zögert das Opossum keine Sekunde. Es stürmt mit voller Geschwindigkeit ins Unterholz und findet so endlich in seinen natürlichen Lebensraum zurück.

Dank der Aufmerksamkeit der Halterin, dem Spürsinn ihrer Hunde und Karenlynns Fachwissen wird eine mögliche Tragödie zu einer schönen Überlebensgeschichte. Ein weiterer Beweis dafür, dass Hunde manchmal die besten Lebensretter sind.

Übersetzt von Wamiz FR
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