An einem grauen Februarmorgen beginnt Anna Seares ihre Runde im Tierheim in New South Wales, Australien. Zunächst scheint alles normal, doch dann erreicht sie das Eingangstor.
Dort stehen 13 Tiertransportboxen auf dem Schotter. Ein schockierender Anblick erwartet sie.
Neunzehn ausgesetzte Katzen
Anna Seares ist Projektleiterin beim *Lucky Stars Sanctuary*. Sie versteht sofort, dass es sich um eine Massenaussetzung handelt. Insgesamt wurden 19 Katzen einfach dort abgestellt.
Beim Öffnen der Boxen entdeckt das Team extrem gestresste Tiere. Sie kauern verängstigt in der unbekannten Umgebung. Die tierärztliche Untersuchung zeigt deutliche Anzeichen von Vernachlässigung. Einige Tiere sind abgemagert und andere haben einen starken Flohbefall.
Die Tierärzte schätzen das Alter aller Katzen auf unter zwei Jahre. Sie vermuten, dass die Tiere auf engstem Raum gelebt haben. Dort hatten sie nur wenig Anregung und kaum Bewegungsfreiheit.
Medizinische Versorgung und Sicherheit
Die Katzen erhalten sofortige Pflege: eine vollständige klinische Untersuchung, einen Mikrochip und Impfungen. Die schwächsten Tiere bleiben zur Überwachung in der Tierklinik. Mehrere Kätzchen kommen zu Pflegefamilien.
Nach und nach zeigt sich eine Verhaltensbesserung. In Sicherheit werden einige sehr anhänglich und suchen den Kontakt zu Menschen. Andere, schüchternere Katzen fassen langsam wieder Vertrauen.
Eine Aussetzung mit schweren Folgen
Das Tierheimteam erinnert daran, dass eine Aussetzung die Tiere vielen Gefahren aussetzt. Dazu gehören schlechtes Wetter, Raubtiere, akuter Stress und fehlende Soforthilfe.
Dank des schnellen Eingreifens konnten alle 19 Katzen gerettet werden. Sie sind nun stabilisiert und werden rehabilitiert. Bald können sie zur Adoption vermittelt werden. Ziel ist es, ihnen ein stabiles und artgerechtes Zuhause zu bieten.