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Mann leuchtet mit Taschenlampe in einen Mauerspalt
© Feuerwehr Bochum / Facebook

Hausbesitzer hört nachts merkwürdige Geräusche: Als er versteht, wählt er sofort den Notruf

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Unheimliche Laute rauben dem Mann den Schlaf. Was er zwischen seiner Hauswand und der Garagenmauer entdeckt, lässt ihn direkt die Retter rufen.

In Bochum-Wattenscheid werden die Nerven eines Anwohners am Samstagmorgen (17. Januar) auf eine harte Probe gestellt. Immer wieder hört er seltsame Geräusche. Ein Wimmern? Ein Kratzen?

Als er die Quelle des Lärms endlich lokalisiert, zögert er keine Sekunde und alarmiert die Feuerwehr. Denn was sich in dem schmalen Spalt zwischen der Garage und der Hauswand abspielt, hat Potenzial für einen Horrorfilm. Jedenfalls für alle, die unter Klaustrophobie leiden.

96 Stunden im Beton-Verlies

Auch die Einsatzkräfte sind bei ihrem Eintreffen geschockt und ratlos. Tief in dem engen Spalt steckt ein junges Kätzchen fest. Eingekeilt zwischen den Gebäudemauern, unfähig, sich vor oder zurück zu bewegen.

Und das nicht erst seit ein paar Stunden. Wie sich herausstellt, wird das kleine Tier bereits seit vier Tagen vermisst. Unfassbare 96 Stunden ist es da bereits gefangen in der Dunkelheit, ohne Wasser, ohne Futter, den eisigen Januartemperaturen schutzlos ausgeliefert.

Das Wimmern, das der Anwohner hörte, ist der wohl letzte verzweifelte Hilferuf der kleinen Samtpfote gewesen!

Die Rettung mit der Holzlatte

Rohe Gewalt ist hier keine Option – sie würde das geschwächte Tier in Gefahr bringen, es womöglich zerquetschen. Die Feuerwehrleute müssen deshalb mit Köpfchen und chirurgischer Präzision vorgehen. Mit einer einfachen Holzlatte tasten sie sich in das „Gefängnis“ vor.

Behutsam, Millimeter für Millimeter, gelingt es den Rettern tatsächlich, den kleinen Körper anzuheben und aus der Zwangslage zu manövrieren. Dann der erlösende Moment: Das Kätzchen ist frei!

Tränenreiches Ende

Trotz des viertägigen Martyriums nimmt die Geschichte ein Happy End. Die Katze wird direkt vor Ort ihren überglücklichen Haltern übergeben, die die Hoffnung vermutlich schon fast aufgegeben haben.

Aus dem nächtlichen Grusel wird zum Glück zuletzt ein Moment purer Menschlichkeit.

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