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Rheinland-Pfalz: Touristen wollen in Kapelle beten, auf diesen Fund sind sie nicht vorbereitet!
© © Norbert Kutscher, Waldweiler, 2009 / kulturdb.de/

Rheinland-Pfalz: Touristen wollen in Kapelle beten, auf diesen Fund sind sie nicht vorbereitet!

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Statt Stille erwartet die Spaziergänger in der kleinen Kapelle ein tragisches Bild. Diesen Anblick werden sie ihr Leben lang nie wieder vergessen.

Geplant war ein friedlicher Sonntagsausflug im verschneiten Waldweiler (Rheinland-Pfalz). Zwei Touristen stapfen durch die eisige Kälte zur kleinen Kapelle am Brandweiher. Doch als sie diese betreten, bietet sich ihnen ein Bild, das sie fassungslos macht.

Statt Stille und Frieden stoßen sie zunächst auf Blutspuren. Dann erkennen sie den Grund dafür: In einer Ecke beim Altar liegt ein hundeartiges Tier, leblos und in einer Blutlache. Ein ausgewachsener Wolf!

Mit letzter Kraft in die Kapelle geschleppt

Das kleine 831-Seelen-Dorf im Hochwald steht seither unter Schock. Was hat sich dort bei der kleinen Kapelle zuvor in der eisigen Dunkelheit abgespielt? Die Spuren lassen eine herzzerreißende Geschichte vermuten.

Das schwer verletzte, blutende Raubtier muss sich bei klirrender Kälte mit letzter Kraft durch den Schnee geschleppt haben. Getrieben von Schmerz und Todesangst sucht das wilde Tier schließlich ausgerechnet in der Kapelle Zuflucht.

Es kriecht hinein – um dort zu sterben. Den Kopf an den Altar gelehnt.

Toter Wolf in Kapelle
Der Wolf hatte sich in einer Ecke beim Altar verkrochen (Privat / bild.de)

Polizei findet nur noch Blut vor dem Altar

Die geschockten Touristen alarmieren nach ihrer Entdeckung sofort die Polizei. Doch als die Beamten aus Hermeskeil eintreffen, ist der Kadaver bereits weg. Eine ehrenamtliche Wolfsbeauftragte war schneller vor Ort und hat das tote Tier zur Untersuchung mitgenommen.

Toter Wolf in Kapelle entdeckt
Der örtliche Wolfsbeauftragte nahm das Tier mit (Privat / bild.de)

Für die Polizisten blieb nur die Spurensicherung an einem ungewöhnlichen „Tatort“: „In der Kapelle war Blut“, bestätigt eine Sprecherin. Die Beamten fotografierten außerdem die Stelle.

Adrenalin ließ ihn weiterlaufen

Das Rätsel um den Tod des Jungwolfs scheint indes gelöst. Die Kapelle liegt nahe der Bundesstraße 407. Die traurige Vermutung des Jagdpächters: Das Tier wurde angefahren.

„Angefahrene Tiere sind nach einem Unfall oft voller Adrenalin. Deshalb können sie auch schwer verletzt noch ein Stück weiterlaufen“, erklärt die Polizei. Dieser letzte, verzweifelte Weg führte den Wolf direkt in die Kapelle von Waldweiler.

Nun soll eine pathologische Untersuchung klären, ob das Tier zum heimischen „Hochwald-Rudel“ gehörte.

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