Es ist eine Tat, die so herzlos ist, dass sie einem den Atem raubt. Während Deutschland bei eisigen Temperaturen zittert und der Schnee das Land im Griff hat, wird in Hamm (NRW) ein Wesen „entsorgt“, das schutzloser nicht sein könnte. „Paul“ ist alt, wackelig auf den Beinen – und er ist blind.
Minus acht Grad zeigt das Thermometer in der Nacht an, als der Hunde-Senior einfach auf einem Spielplatz in Herringen angebunden und sich selbst überlassen wird. Paul kann nicht sehen, wo er ist. Er spürt nur, wie die Kälte langsam in seine alten Knochen kriecht...
Der zynische „Schutz“ des Täters
Besonders wütend macht ein Detail, das die Helfer am Fundort entdecken. Der Täter hat dem blinden Hund zwei Auto-Fußmatten untergelegt. Ein zynischer Versuch, das Gewissen zu beruhigen? Oder blanker Hohn?
Das Tierasyl Hamm kommentiert den Fund auf Facebook fassungslos und bitter-ironisch: „Wie liebevoll.“ Diese zwei dünnen Matten waren alles, was Paul in der Todes-Kälte vom gefrorenen Boden trennte.
„Wir wissen nicht mehr, wo es hinführen soll“
Als barmherzige Menschen Paul fanden, lebte er zum Glück noch. Doch im Tierasyl sitzt der Schock tief. „Entsorgt?“, fragen die Tierschützer entsetzt. War er dem Halter zu alt, zu krank, zu blind und ist deshalb lästig geworden?
Die Facebook-Community kocht vor Wut. Während viele dem Täter die „Pest an den Hals“ wünschen, fließen Tränen wegen des blinden Opis. Doch das Tierheim gab Paul bereits ein heiliges Versprechen: „Nie wieder musst du frieren.“
Das Wunder nach 5 Tagen
Und dieses Versprechen ist eingelöst worden – schneller als gedacht! Nur fünf Tage nach dem Drama auf dem Spielplatz gibt es die erlösende Nachricht auf Social Media: Paul hat ein Zuhause gefunden!
Der Hunde-Senior schläft jetzt in einem warmen, kuscheligen Körbchen, weit weg von kalten Spielplätzen und lieblosen Automatten. Seine neuen Halter werden ihm nun all die Liebe schenken, die Paul so sehr verdient hat.