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Im Fluss eingefrorener Hund
© Ordnungsamt Osterburg / Freiwillige Feuerwehr Osterburg

Extreme Kälte: Hund im Fluss in Sachsen-Anhalt festgefroren!

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Er hatte den Kampf schon aufgegeben! Als der Hund gefunden wird, ist er bereits festgefroren und apathisch. Nur durch einen Zufall entkommt er dem Kältetod.

Es sind Bilder, die unter die Haut gehen. Ein Hund, hilflos im Eis des Flusses Biese gefangen. Für das Tier gibt es kein Entkommen mehr. Sein Fell ist gefroren, seine Augen sind leer. Die Zeit läuft ihm davon.

Der Hund kann sich aus der lebensbedrohlichen Situation nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Es ist ein Wettlauf gegen den sicheren Kältetod. Am Freitagnachmittag spielen sich an der Biese im Landkreis Stendal dramatische Szenen ab.

Ein Spaziergänger wird zum Schutzengel

Dass der Vierbeiner noch lebt, grenzt an ein Wunder. Ein aufmerksamer Mann aus Meseberg entdeckt das hilflose Bündel zwischen Dobbrun und Kalandshofen im Eis. Er zögert keine Sekunde und alarmiert die Retter. Der Spaziergänger ahnt zum Glück: Es steht „Spitz auf Knopf“.

Die Kälte hat den Körper des Hundes nämlich bereits so stark im Griff, dass er sich kaum noch regt. „Das Tier ist stark unterkühlt und schon apathisch“, fasst André Mielau, Ordnungsamtsleiter von Osterburg, die grausame Lage zusammen.

Feuerwehrleute müssen ihn aus dem Eis lösen

Die Retter der Feuerwehr Osterburg rücken sofort aus. Mit Wathosen steigen sie in den eiskalten Fluss. Die Situation ist so extrem, dass sie den erstarrten Hund vorsichtig aus dem Eis „herauslösen“ müssen.

Sofort nach der Befreiung wird das zitternde Tier in mehrere warme Decken gewickelt, um die lebensgefährliche Unterkühlung zu stoppen.

Wer kennt diesen Hund?

Der gerettete Hund kommt umgehend ins Tierheim Stendal (Eichstedter Weg 10) und wird dort tierärztlich versorgt. Doch ein Rätsel bleibt: Wem gehört das Tier? Handelt es sich womöglich um einen von Hunderten Hunden, die Silvester aus Angst vor der Böllerei entlaufen sind?

Fakt ist: Vor Ort kann kein Chip ausgelesen werden. Ob er keinen hat oder das Lesegerät versagt hat, ist noch unklar. „Wir wollen das Tier jetzt auch nicht weiter stressen“, so Mielau zur Situation vor Ort. 

In den sozialen Netzwerken geht das Schicksal des „Eis-Hundes“ bereits viral. Tausende teilen den Aufruf, um den Halter zu finden. Erkennst du den Hund? Hinweise nimmt das Tierheim unter der Telefonnummer 03931/216363 entgegen.

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