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Die Katze des Nachbarn

Die Katze des Nachbarn

© Andrev Lvov / Unsplash.com

Präzedenzloser Fall: Streit um Katzenkot bringt Nachbarn vor Gericht

von Tim Brinkhaus

Am veröffentlicht

Katzenkot im eigenen Garten sorgt für einen erbitterten Nachbarschaftsstreit. Nun muss ein Gericht in einem präzedenzlosen Fall entscheiden.

Katzen sind natürlich niedlich, aber sie können das Leben auch schwer machen. Das erfährt Richard Williamson aus Bedwas (Großbritannien) am eigenen Leib.

Dabei geht es nicht um seine eigenen Katzen. Es sind die Samtpfoten seines Nachbarn!

Ein Streit um Katzenkot eskaliert

Ein ungewöhnlicher Fall beschäftigt ein britisches Gericht. Er zeigt, wie der Alltag zu einem langen Konflikt werden kann und echtes Leid verursacht.

Richard Williamson hat nur einen Traum. Er wünscht sich einen schönen Garten zum Entspannen und einen sicheren Ort für sein neugeborenes Kind. Doch die Katzen des Nachbarn durchkreuzen seine Pläne. Die Tiere sind zwar niedlich, hinterlassen aber ständig ihre Spuren.

Ein Garten voller unerwünschter Hinterlassenschaften

Wie der Sender BBC berichtet, beginnt der Fall mit einer Beschwerde von Williamson bei der örtlichen Behörde. Er beklagt sich über die Nachbarn, deren Tiere regelmäßig ihr Geschäft auf seinem Grundstück verrichten. Das britische Gesetz erlaubt zwar den Freigang von Katzen. Der Mann findet jedoch, dass das tägliche Finden von Exkrementen auf seinem Grundstück die Grenzen des Zumutbaren überschreitet. Besonders sorgt er sich um die Gesundheit seines neugeborenen Kindes.

In einem Schreiben an das Gericht beschreibt er seine täglichen Erlebnisse. Er betont, dass er fast jeden Tag den Kot fremder Katzen wegräumen muss. Williamson ist verärgert und frustriert. Zudem wiederholt er seine Sorge um die Gesundheit des Säuglings, der bald im Garten spielen soll.

Gericht sieht zunächst kein Problem

Zunächst stellen die örtlichen Behörden keinen Rechtsverstoß fest. Die Beamten erklären, dass die Katzenhalter ihren Tieren gute Bedingungen bieten, einschließlich Katzentoiletten. Dass die Katzen den fremden Garten bevorzugen, sei nicht die Schuld der Halter.

Ein Richter in Cardiff (Großbritannien) ordnet jedoch eine neue Prüfung des Falles an. Er ist der Meinung, die Behörde habe die wichtigste Frage nicht geprüft. Es geht darum, ob der Katzenkot eine „gesetzliche Belästigung“ im Sinne der Umweltschutzgesetze darstellt.

Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Es bleibt jedoch die Frage, wie eine Lösung aussehen könnte. Kein Gerichtsbeschluss kann freilaufende Katzen dazu zwingen, ihr Geschäft an einem bestimmten Ort zu verrichten.

Kann das Gericht den Haltern verbieten, ihre Katzen herauszulassen? Das britische Recht sieht eine solche Lösung nicht vor. Es ist also möglich, dass der Fall in einer Sackgasse endet.

Übersetzt von Wamiz PL
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