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Katze Shiny
© Hamburger Tierschutzverein / Instagram

Der traurigste Blick des Internets: Ein Kommentar unter Shinys Video löst eine Lawine aus

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Über 100.000 Menschen haben das Video gesehen, doch jetzt schauen alle nur auf einen einzigen Mann. Kann ‚Robin‘ das Leben der traurigen Shiny retten?

Es gibt im Internet Videos, die man einfach ungesehen wegwischt, und es gibt Videos, die sich einem ins Gedächtnis ein brennen. Der Clip, den der Hamburger Tierschutzverein auf Instagram hochlud, ist letzteres.

Er zeigt Tierheim-Katze „Shiny“, für die dringend nach einem Zuhause gesucht wird. Und während 100.000 Menschen den Clip ansehen, spielt sich in der Kommentarspalte darunter etwas wirklich Außergewöhnliches ab. Entscheidet sich womöglich ausgerechnet hier, ob Shiny doch noch ihr Glück findet?

Das virale Video von Shiny

Die arme Shiny ist das, was man einen „Langzeit-Insassen“ im Tierheim nennt. Seit April 2025 befindet sich die bezaubernde weiß-dreifarbige Samtpfote nun schon dort. Ihre Akte verrät: Fundtier. Schüchtern. Braucht Zeit. Das Ergebnis: Niemand wollte das Kätzchen bisher haben.

Um das zu ändern, veröffentlichte der Hamburger Tierschutzverein ein Video auf Social Media. Untermalt von melancholischer Musik blickt Shiny darin mit traurigen Augen direkt in die Kamera. Es ist ein Blick, der um Hilfe zu schreien scheint.

Und tatsächlich: Binnen weniger Stunden explodieren die Klickzahlen. Doch während die meisten User nur Mitleid bekunden, passiert plötzlich etwas Ungewöhnliches.

Ein Mann im Fadenkreuz

Unter den unzähligen Nachrichten sticht ein Kommentar hervor. Er stammt von einer Userin namens Celina. Sie markiert eine Person – vermutlich ihren Partner – und schreibt die Worte, die alles verändern könnten: „Robin, wollen wir sie nicht noch aufnehmen? Mein Herz. Schau wie sie guckt.“

Dieser Kommentar ist der Funke im Pulverfass. Über 200 Menschen liken ihn sofort. Doch es bleibt nicht bei Likes. Die Community beginnt, Druck aufzubauen. Wildfremde Menschen mischen sich ein, flehen den unbekannten „Robin“ an.

„Sei ein Ehrenmann“

Die Kommentarspalte verwandelt sich kurzerhand in eine öffentliche Petition an eine einzelne Person. „Bitte sag ja, Robin“, schreibt einer. Ein anderer wird deutlicher: „Sei ein Ehrenmann und sag ein fettes 'Ja' zu dieser Katze.“

Das Internet hat seinen Helden auserkoren – oder seinen Sündenbock, falls er ablehnt. Doch der lässt sich offensichtlich nicht auf das Spiel ein. Während Shiny in ihrem Zwinger auf Freigang und Liebe wartet, herrscht auf der anderen Seite des Bildschirms nämlich Funkstille. Der besagte Robin hat bislang nicht öffentlich reagiert.

Das große Schweigen

Liest er die Nachrichten? Diskutiert das Paar gerade im privaten Chat über Shinys Zukunft? Oder war die Markierung nur ein flüchtiger Moment?

Ganz Instagram wartet nun auf das erlösende Signal dieses einen Mannes namens Robin. Bis dahin muss Shiny leider wohl noch weiter im Tierheim sitzen und hoffen.

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