Der Garten der Hamburger Hundehalterin
© Olaf Itrich / bild.de

Sie dachte erst an einen Vogelangriff: Hamburgerin hat jetzt panische Angst vor dem eigenen Garten!

von Stefanie Gräf

Ein Schrei im Nobelviertel, dann fließt Blut. Ein Vogelangriff? Das Röntgenbild enthüllt die grausame Wahrheit: Der Täter beobachtet sie aus der Nähe!

Samstagmittag (30.05.2026) im Hamburger Nobelstadtteil Harvestehude. Prächtige Altbauten glänzen in der Sonne, teure Autos säumen die Straßen. Die Welt scheint hier absolut sicher zu sein. In ihrer Küche steht Frauchen Anne und kocht sich einen Kaffee. Ihr Blick wandert entspannt durch das Fenster in den grünen Garten hinter dem Haus. 

Dort tollt gerade ihre kleine Hündin Mine herum – ein winziger, treuer Bolonka Zwetna, gerade einmal zwei Kilo leicht. Nichts deutet darauf hin, dass dieser Moment gleich in einem absoluten Albtraum enden wird!

Ein mörderischer Knall und gellende Schreie

Plötzlich bricht die Idylle in Sekundenschnelle in sich zusammen. Ein Schwarm Vögel fliegt kreischend und panisch in den Himmel. Nur einen Wimpernschlag später stürmt Mine durch die Terrassentür in die Wohnung. Sie zittert, sie jault – und sie ist voller Blut.

Anne reagiert sofort, versucht verzweifelt, einen Druckverband anzulegen, um die Blutung an der Seite des winzigen Körpers zu stoppen. Vergeblich. In Panik rast sie zum Notdienst des nächsten Tierarztes. Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, dass hier kein tragischer Unfall passiert ist, sondern ein kaltblütiges Verbrechen.

„Ich dachte zuerst, ein Raubvogel hätte meine Kleine im Garten angegriffen“, erinnert sich Anne. Die Tierärztin versorgt die Wunde, gibt dem Hund Schmerzmittel. Erleichterung? Nein. Zu Hause beginnt das eigentliche Drama erst. Mine wird von Stunde zu Stunde schwächer. Sie übergibt sich, verweigert das Futter und beginnt schließlich furchtbar zu krampfen.

Röntgenbild offenbart das Grauen

Am darauffolgenden Dienstag hält es Anne nicht mehr aus. Sie bringt ihre geliebte Hündin, die sie seit zwölf Jahren wie ein eigener Schatten durchs Leben begleitet hat, wieder in die Praxis. Um Gewissheit zu haben, wird Mine geröntgt.

Als die Ärztin das Bild auf den Monitor lädt, stockt allen der Atem. Es ist keine Biss- oder Kratzwunde. Tief im kleinen Bauch des Hundes steckt eine Kugel. Abgefeuert aus einem Gewehr.

„Ich stand völlig unter Schock“, sagt Anne im Gespräch mit bild.de.

Hund in Hamburg stirbt wegen Schussverletzung
Auf dem Röntgenbild von Mina ist die Kugel deutlich zu sehen (Olaf Itrich / bild.de)

Für die kleine Mine bedeutet diese Entdeckung das Todesurteil. Anne bringt sie sofort in eine Spezialklinik, doch die Tierärzte dort schütteln traurig den Kopf. Die Kugel hat im Inneren des winzigen Körpers bereits verheerende Schäden angerichtet – möglicherweise eine tödliche Blutvergiftung oder schweres Organversagen... 

Mine ist viel zu schwach. Eine Vollnarkose würde sie nicht überleben. Um ihr weitere Qualen zu ersparen, muss Anne ihren Liebling erlösen und einschläfern lassen.

Der Schütze lauert in der Nachbarschaft

Jetzt ermittelt die Hamburger Polizei unter Hochdruck. Polizeisprecher Thilo M. bestätigte gegenüber bild.de, dass in der Klinik eine Kugel im Körper des Hundes gefunden wurde, die offenbar aus einer Luftdruckwaffe stammt. Der leblose Körper der Hündin wird nun von Spezialisten einer Umweltbehörde untersucht, um die genaue Todesursache zu klären. Denn Anne will Gerechtigkeit für ihre Mine.

Das Unfassbare an der Tat: Der Garten, in dem Mine getroffen wurde, liegt komplett geschützt hinter dem Haus. Er ist von der Straße aus weder begehbar noch überhaupt einsehbar. Das bedeutet im Klartext: Der Schuss muss aus einem der umliegenden Häuser oder Fenster abgefeuert worden sein!

Der Täter ist höchstwahrscheinlich ein direkter Nachbar. Jemand, der vielleicht schon länger ein Problem mit dem Hundebellen hatte?

„Ich überlege, ob ich wegziehen soll“

Zurück bleibt eine traumatisierte Hundehalterin. Anne geht zwar noch immer ihre tägliche Gassi-Runde, läuft dieselben Wege durch das schicke Viertel, doch ihr engster Partner fehlt an ihrer Seite. Am schlimmsten ist für sie jedoch das Gefühl der Bedrohung, das über ihrem Zuhause schwebt. 

„Ich habe jetzt Angst, in meinen eigenen Garten zu gehen. Überlege, ob ich wegziehen sollte“, gesteht Mines Frauchen völlig verzweifelt.

Sie hat im gesamten Viertel Zettel aufgehängt. Die Suche nach dem unbekannten Schützen läuft. Wer hat am Samstag, den 9. Mai, um die Mittagszeit in Harvestehude etwas Verdächtiges beobachtet oder einen Schuss gehört? Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Suche nach dem Hamburger Hunde-Schützen
Minas Frauchen sucht jetzt nach dem Täter (Olaf Itrich / bild.de)
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