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Daniel L. und Hund Jambo
© Krone KREATIV/zVg - krone.at

Flug verweigert: Herrchen sitzt in Thailand fest – das bittere Drama um seinen geliebten Hund

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Das Visum läuft ab, doch die Airline stellt sich quer. 8.000 km von der Heimat entfernt erlebt ein Hundehalter einen bürokratischen Albtraum.

Die Falle schnappt über 8.000 Kilometer von der österreichischen Heimat entfernt zu. Für den 48-jährigen Tiroler Daniel L. wird der geplante Rückflug aus Thailand plötzlich zu einem unüberwindbaren, bürokratischen Albtraum.

Sein Visum läuft gnadenlos ab, doch er weigert sich strikt, das Land zu verlassen. Der Grund für die scheinbare Ausweglosigkeit ist eine überraschende Entscheidung am Flughafen: Sein Pitbull Jambo darf nicht an Bord.

Auszeit in Thailand wird zum Albtraum

Für Daniel ist ein Rückflug ohne seine Tiere jedoch keine Option – denn sie sind alles, was ihm auf dieser Welt noch geblieben ist.

Zwischen 2020 und 2024 verlor Daniel L. jeden Menschen, den er liebte. Er pflegte seine Großmutter bis zu ihrem Tod, wachte am Koma-Bett seiner schwer kranken Mutter, bis auch sie verstarb. „Ich habe sonst keine Familie mehr, nur noch meine zwei Hunde“, erklärt der 48-Jährige im Gespräch mit krone.at. Entsprechend wichtig sind seine Tiere für ihn.

Der geplante Neustart in Thailand sollte die Rettung sein, wurde aber schon bei der Einreise zum lebensbedrohlichen Fiasko.

Aufgrund fehlender Dokumentenabläufe mussten seine Hunde Jambo und Emma fünf Stunden in der prallen Hitze ausharren. Jambo kollabierte fast, dehydrierte schwer und reagierte kaum noch. Erst durch massives Einflößen von Wasser kam der Pitbull nach einer halben Stunde wieder zu Bewusstsein.

Die Bürokratie schlägt zu

Monate später, als Daniel die Rückreise nach Österreich antreten will, setzt sich der Albtraum vom Anfang unerwarteterweise fort.

Obwohl die Fluggesellschaft Lufthansa das Trio auf dem Hinflug transportiert hatte, weigert sich deren Cargo-Abteilung nun strikt, den Pitbull auf dem Rückweg mitzunehmen. Eine klare Begründung? Fehlanzeige. Die Behörden und Stellen verweisen lediglich aufeinander.

Die Zeit drängt, das Visum ist nur noch kurze Zeit gültig und eine Verlängerung ist nicht möglich. Ein alternativer Flug über den Nahen Osten steht im Raum, würde für die Hunde aber bis zu 30 zermürbende Stunden in einer Transportbox bedeuten.

Nach dem Trauma bei der Einreise ein absolutes No-Go für den 48-Jährigen: "Ich habe große Angst, dass er [Pitbull Jambo] die Reise nicht übersteht."

In seiner Verzweiflung schaltet der Tiroler die bekannte Anwältin Astrid Wagner ein, prüft unbezahlbare Privatjets und Frachtschiffe.

Happy End dank öffentlichem Druck

Doch das Blatt wendet sich nicht im Gerichtssaal, sondern durch massiven öffentlichen Druck. Als die "Kronen Zeitung" über den Fall berichtet, geht das beklemmende Schicksal von Daniel und Jambo viral. Die Solidarität im Netz ist enorm – und zwingt die Verantwortlichen in die Knie.

Unter der Last der Berichterstattung macht die Fluglinie eine plötzliche Kehrtwende und zieht das Transportverbot für den Pitbull zurück. Das Trio darf aufatmen, der gemeinsamen Reise nach Hause steht nun glücklicherweise nichts mehr im Wege.

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