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Cocker-Spaniel-Mix Miki
© Tierheim Berlin / tag24.de

Unüberlegter Kauf bei Ebay: Jetzt muss Cocker-Spaniel-Mix Miki leiden

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Dieser spontane Internet-Kauf endete fatal. Mikis neue Halter ahnten nicht, was sie in Wahrheit erwartete – und das muss der süße Rüde nun büßen.

Ein goldiges Foto auf dem Bildschirm, ein kurzes Zögern und dann ist es auch schon passiert. Per Klick wechseln inzwischen viele Tiere die Halter. Der Kauf über Online-Plattformen wie Ebay ist denkbar einfach, doch die Realität überrascht dann viele. Denn die kann höchst kompliziert werden.

Für den fünfjährigen Cocker-Spaniel-Mix Miki war genau dieser digitale Handel der Anfang einer verhängnisvollen Abwärtsspirale. Seit Anfang des Jahres sitzt er nun im Berliner Tierheim und zahlt den Preis für die Fehleinschätzung seiner früheren Halter.

Miki: Die optische Täuschung

Wer vor Mikis Zwinger steht, sieht im ersten Moment einen extrem niedlichen Hund mit wachen Augen und weichem Fell. Er wirkt wie der perfekte Familienhund. Doch diese Optik ist trügerisch.

Hinter der süßen Fassade verbirgt sich ein hochintelligenter Kopf, der klare Strukturen fordert und sich nimmt, was man ihm kampflos überlässt. Für Miki sind Futter, Spielzeug oder Liegeplätze wertvolle Ressourcen. Und wenn er das Gefühl hat, dass niemand die Führung übernimmt, verteidigt er diese Dinge knallhart.

Die Eskalation im alten Zuhause

Genau dieses Verhalten wurde dem Cocker-Spaniel-Mix in seinem früheren Zuhause zum Verhängnis. Die Menschen, die ihn unüberlegt im Netz kauften, waren mit der Situation schlichtweg überfordert.

Das fehlende Hundewissen und die fehlende Konsequenz führten schließlich zur Eskalation: Es kam zu einem Beißvorfall. Das Experiment „Internet-Kauf“ war damit endgültig gescheitert. Miki verlor sein Zuhause.

Maulkorb und knallharte Regeln

Im Berliner Tierheim hat man nun die Notbremse gezogen. Um Miki fair und sicher zu führen, setzen die Pfleger auf ein striktes und umsichtiges Management. Der Maulkorb gehört während der Kennenlern- und Eingewöhnungsphase fest zu seinem Alltag – eine Maßnahme, die Miki völlig problemlos akzeptiert.

Die Konsequenzen aus seiner Vergangenheit sind deutlich: Das Tierheim zieht eine harte rote Linie. Familien mit Kindern kommen für Miki absolut nicht infrage. Er sucht keine Spielkameraden, sondern Menschen mit echtem Hundeverstand.

Toller Kumpel für echte Profis

Dabei bringt der Fünfjährige enorm viel Potenzial mit. Er ist lernwillig, arbeitet hervorragend mit der Nase und liebt Aufgaben, die sein Gehirn fordern. Hat er erst einmal begriffen, dass sein Mensch die Situation sicher und verlässlich im Griff hat, legt er seine Verteidigungshaltung ab und wird zu einem extrem loyalen Begleiter.

Doch dieser Weg erfordert Zeit. Wer sich dieser anspruchsvollen Aufgabe stellen will, muss Geduld mitbringen. Ein schneller Kauf per Klick ist bei Miki endgültig Geschichte. Wer ihn adoptieren möchte, muss sich auf mehrere Besuche im Tierheim einstellen, um echtes Vertrauen aufzubauen. Das hat Miki aber auch mehr als verdient.

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