Moderatorin Angela Finger-Erben und Kollege
© Punkt 12 / RTL

Hunde-Hasserin bei „Punkt 12“? RTL zieht nach „Köter“-Entgleisung die Notbremse

von Stefanie Gräf

Live-Eklat bei RTL: Ein fieses Wort der Moderatorin bringt zahllose Menschen in Rage – und zwingt den Sender im Nachgang zu einer drastischen Maßnahme.

Beste Sendezeit und ein Millionenpublikum an den Bildschirmen: Im RTL-Mittagsmagazin „Punkt 12“ läuft am 3. August 2026 ein Beitrag über das neue "Large Pet Friendly"-Modell der italienischen Lufthansa-Tochter ITA Airways. Ab diesem Sommer dürfen dort auch größere Hunde auf eigenen Sitzplätzen in der Passagierkabine mitreisen. 

Doch kurz nach dem Einspieler passiert im Studio ein unglaublicher Faux-Pas. Moderatorin Angela Finger-Erben lässt ihre Skepsis über die Regelung deutlich durchblicken – und dann fällt vor rund 620.000 Zuschauern der verhängnisvolle Begriff: „Köter“! Wenig später startet ein Shitstorm sondergleichen

RTL-Moderatorin nennt Hunde „Köter“

Offenbar kann sich Angela Finger-Erben nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden, im Flieger neben einem Hund zu sitzen. Ihr Gesichtsausdruck spricht Bände. Der Negativ-Höhepunkt folgt auf dem Fuß, als sie Hunde in der Live-Sendung von „Punkt 12“ dann auch noch als „Köter“ betitelt...

Zwar korrigiert sie sich postwendend und nutzt den Begriff Hunde, aber nur, um direkt nachzulegen. Die Moderatorin fordert dann auch noch energisch, dass die Vierbeiner an Bord eines Flugzeugs ausnahmslos Maulkörbe tragen müssten.

Shitstorm im Netz

Die Reaktioen lassen nicht lange auf sich warten. Innerhalb weniger Stunden verwandeln sich die Kommentarspalten im Netz in ein Gebiet kollektiver Empörung. Für unzählige Hundehalter und Tierfreunde ist die Grenze des Erträglichen überschritten. 

Beobachter verwiesen auf den angewiderten Gesichtsausdruck der Moderatorin, der für sie Bände sprach: Das sei kein versehentlicher Zungenbrecher gewesen, sondern pure Geringschätzung. 

Die Reaktionen der Community fallen messerscharf aus. „Neben dir möchte nicht einmal ein Hund sitzen“, heißt es in einem der reichweitenstarken Beiträge. Die Forderung nach Konsequenzen und einer echten Entschuldigung wurde laut.

RTL korrigiert klammheimlich

Hinter den Kulissen des Kölner Senders geriet man offenbar durch den heftigen Gegenwind zusehends in Bedrängnis. RTL sah sich gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Offiziell wiegelte eine Sprecherin ab und sprach von einer „unglücklichen Formulierung“, die sofort im Live-Betrieb korrigiert worden sei. Eine Abwertung von Mensch oder Tier habe nie in der Absicht gestanden.

Doch hinter den Kulissen griff man zu drastischeren Mitteln: In der Mediathek auf RTL+ wurde die Montags-Ausgabe nachträglich editiert. Die verräterische Stelle wurde klammheimlich herausgeschnitten, um das peinliche Eklat-Material aus der Welt zu schaffen.

Ein Eklat mit Nachwirkungsgarantie

Mit einem nachträglichen Schnitt einer Sendung ist die Sache für die Haustier-Community allerdings längst nicht erledigt. Das Wort „Köter“ wird von vielen Tierliebhabern als Schlag ins Gesicht gewertet. 

Die nachträgliche Kosmetik am Video wirkt auf viele wie ein transparenter Versuch der Schadensbegrenzung. Was bleibt, ist der Eindruck eines Moments unbedachter Kälte vor laufenden Kameras – ein Image-Schaden, den der Sender so schnell nicht wieder glattbügeln kann.

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