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Katze unter einem Auto
© Naletova Elena/Shutterstock

Wie du freilebenden Katzen im Winter helfen kannst: 4 Dinge, die du wissen solltest

von Kim Mackowiak Redakteurin

Am veröffentlicht

Der Winter ist für freilebende Katzen eine schwere Zeit. Sie brauchen unsere Hilfe, um die kalten Monate zu überleben. Mit wenig Aufwand kannst du Leben retten!

Ein wichtiger Beitrag von Maja Jankowska macht in den sozialen Medien die Runde.

Er soll zeigen, dass viele Katzen ohne unsere Hilfe den Winter nicht überleben.

Katzen erfrieren bei -15 Grad

„Eine Temperatur von -15 °C ist für draußen lebende Katzen kritisch. Für geschwächte Tiere liegt diese Schwelle viel niedriger. Zuerst erfrieren die Ohren und der Schwanz, dann die Pfoten und schließlich der ganze Körper. Bei -20 °C stirbt eine hungrige Katze innerhalb von 40 Minuten.“

Wie du Katzen im Winter helfen kannst

Streunende Katzen sterben am häufigsten im Winter. Das gilt besonders, wenn sie hungrig und unterkühlt sind. Das Wetter macht ihnen zu schaffen und ihre Chancen, selbst Beute zu jagen, sind viel geringer als im Rest des Jahres.

Hier sind die Grundlagen der Winterpflege für draußen lebende Katzen. Es ist gar nicht schwer. Sieh selbst, wie einfach du ein Leben retten kannst.

1. Regelmäßiges Füttern der Katzen

Im Winter ist kalorienreiches Nassfutter besonders wichtig. Es sollte einen hohen Anteil an tierischem Eiweiß und wertvollem Fett haben. Du kannst das Futter mit etwas Gänse- oder Entenschmalz oder Fischöl anreichern. Serviere das Futter bei Zimmertemperatur oder sogar leicht erwärmt.

Regelmäßigkeit ist entscheidend. So gewöhnst du die Katze daran, immer zur gleichen Zeit zum Fressen zu kommen. Die innere Uhr der Katze ist im Winter wertvoll, denn so kann das Tier seine Mahlzeit fressen, bevor sie gefriert. An frostigen Tagen gefriert Nassfutter leider sehr schnell.

Wenn die Katzen nicht regelmäßig zum Fressen kommen, bleibt nur Trockenfutter übrig. Denke dann daran, dass die Tiere Zugang zu Wasser haben müssen. Trockenfutter ist leider nicht so nahrhaft wie Nassfutter.

2. Wasser wird nicht nur im Sommer gebraucht

Im Winter haben Katzen Schwierigkeiten, Wasser zu finden. Sie können Schnee nicht effizient zur Flüssigkeitsaufnahme nutzen. Wasser aus Taupfützen enthält oft Streusalz. Wenn du die Katzen regelmäßig fütterst, bring ihnen zur Fütterungszeit auch Wasser in einem Napf mit.

Die Wassernäpfe sollten möglichst groß sein, damit das Wasser langsamer gefriert. Gieße kein heißes Wasser hinein, denn es gefriert schneller als zimmerwarmes Wasser. Versuche, das Wasser so oft wie möglich zu wechseln. Wenn die Katzen Zugang zu einem Keller haben, stelle ihnen dort einen Wassernapf hin. Lasse aber kein Futter stehen, um keine Nagetiere anzulocken.

3. Biete den Katzen einen warmen Unterschlupf

Lasse für die Katzen ein Kellerfenster einen Spalt offen. Denke daran, ihnen jederzeit einen Ausweg aus dem Keller zu ermöglichen. Stelle einfach eine Kiste oder einen kleinen Tisch unter das Fenster, um ihnen den Sprung nach draußen zu erleichtern.

Eine tolle Lösung sind auch Katzenhäuser. Du kannst sie selbst bauen oder kaufen. Das Haus sollte groß genug sein, damit eine Katze hineingehen und sich umdrehen kann. Es sollte mit Styropor isoliert und innen mit etwas Weichem und Warmem wie Fleecedecken ausgelegt sein.

Denke daran, dass das Haus viel wärmer ist, wenn du es vom Boden abhebst. Das geht zum Beispiel mit Holzfüßen oder Stützen. Die meiste Wärme verliert das Haus nämlich über den Boden.

Katzenhaus
Shutterstock

4. Die Hausverwaltung verbietet das Füttern von Katzen? Das ist rechtswidrig

Was kannst du tun, wenn die Hausverwaltung das Füttern von Katzen verbietet oder Kellerfenster blockiert?

Zuerst musst du wissen, dass solche Handlungen rechtswidrig sind. Fütterungsverbote, das Aufstellen von Katzenhäusern oder das absichtliche Verschließen von Kellerfenstern sind Handlungen, die zum Leid der Katzen beitragen. Dies gilt besonders im Winter. Solche Taten verstoßen gegen das Tierschutzgesetz. Das ist auch in Deutschland der Fall und kann mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden.

Leider weicht die Theorie oft von der Praxis ab. Was kannst du bei einer sturen Hausverwaltung oder uneinsichtigen Nachbarn tun? Wenn den Katzen Leid zugefügt wird, solltest du die Polizei verständigen.

Das Verhindern der Fütterung, das Wegnehmen von Winterschlafplätzen oder das Verjagen von Katzen sind Tatbestände der Tierquälerei. Interne Verbote dieser Art sind rechtswidrig. Die Verwaltung kann jedoch Orte festlegen, an denen das Füttern oder Aufstellen von Häuschen erlaubt ist. Dann kann sie das Füttern an anderen Orten verbieten.

Bei Problemen solltest du dich an die Behörden wenden. Die Gemeinde ist verpflichtet, freilebenden Katzen zu helfen. Auch die Polizei muss bei Tierquälerei eingreifen. Es ist auch ratsam, eine Tierschutzorganisation oder den örtlichen Tierschutzverein um Hilfe zu bitten.

Übersetzt von Wamiz PL
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