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Zettel mit handschriftlicher Nachricht
© privat / Facebook

Schrecklicher Fund in der Einfahrt: Als sie den Zettel daneben liest, kommen ihr die Tränen

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Ein Vorfall am Bodensee wühlt nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch das Netz auf. War der Zettel eine Geste der Reue oder reine Feigheit?  

Ein tragischer Vorfall in Kressbronn unweit des Bodensees hat einer Anwohnerin den Boden unter den Füßen weggezogen. In ihrer eigenen Einfahrt, nur einen Steinwurf vom Wasser entfernt, macht die Frau eine Entdeckung, die das Herz eines jeden Tierfreundes brechen lässt.

Auf dem Boden der Hauseinfahrt liegt eine Katze tote Katze! Insbesondere der Kopf der armen Samtpfote ist übel zugerichtet. Doch das Tier ist nicht allein.

„Mein herzliches Beileid“

Neben dem leblosen Körper liegt auch noch ein weißer Zettel. Er wurde dort sorgfältig platziert und sogar beschwert, damit er nicht wegfliegt. Als die Finderin die handgeschriebenen Zeilen darauf liest, mischt sich Trauer mit Fassungslosigkeit.

Es ist ein Geständnis – aber es ist noch etwas anderes. „Es tut mir unendlich leid, aber ich konnte nicht mehr reagieren :( Mein herzliches Beileid“, steht auf dem Papier. Der traurige Smiley wirkt in diesem Kontext grotesk.

Echte Reue oder nicht?

Der Verfasser der Nachricht hat die Katze offenbar mit seinem Fahrzeug angefahren. Er stieg aus und hat den Tod des Tieres festgestellt. Dann war offenbar noch genug Zeit für die paar Worte auf dem Zettel, ehe der für den Tod der Katze Verantwortliche wieder davongefahren ist.

Wofür es nicht mehr gereicht hat: das Aufschreiben von Kontaktdaten. Und auch echte Reue für den Tod eines Tieres lässt sich aus den Wörtern nicht wirklich herauslesen.

Das Netz fällt ein Urteil

Die Frau teilt den Fund in der Facebook-Gruppe „Kressbronn hält zusammen“. Während die Finderin um das „Kätzchen“ trauert, das mittlerweile vom Bauhof abgeholt wurde, spaltet der Zettel die Gemeinde in zwei Lager.

Für die einen ist der unbekannte Autofahrer ein Monster. „Man legt doch keinen Zettel hin und fährt weiter! Grausame Menschen gibt's!“, schreibt eine Nutzerin empört. Für sie ist das Verhalten feige Fahrerflucht vor der moralischen Verantwortung.

Andere sehen die Schuld bei den Katzenhalterin: „Es gibt keine größeren Tierhasser als Menschen, die ihre Hauskatze ungesichert rausschicken“, kommentiert ein Mann hart.

Katze in Einfahrt gefunden mit Zettel
So wurde die Katze gefunden (privat / Facebook)

Tatbestand: Sachbeschädigung?

Rechtlich bewegt sich der Fall in einer Grauzone. Laut ADAC gilt ein Haustier juristisch oft als „Sache“. Wer einfach weiterfährt, begeht allerdings unter Umständen Fahrerflucht oder sogar Tierquälerei, wenn das Tier noch leiden muss. Der korrekte Weg ist daher: anhalten, Polizei rufen.

Doch in Kressbronn blieb die Polizei außen vor. Zurück bleiben eine tote Katze, eine weinende Finderin und ein Zettel, der beweist: Jemand hat sich die Zeit genommen, sich zu entschuldigen, aber nicht den Mut gehabt, sich zu stellen.

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