Wer mit hohem Tempo über die A45 bei Münzenberg (bei Butzbach/Hessen) fährt, achtet auf den Verkehr, nicht auf den Grünstreifen neben der Autobahn. Doch am 18. April 2026 passiert die Ausnahme – und die entscheidet in diesem speziellen Fall tatsächlich über Leben und Tod!
Denn dort im Gras, nur Zentimeter von der Fahrbahn entfernt, liegt eine schwarze Plüschdecke mit weißen Tupfen. Und diese Decke ist nur die Spitze eines Eisbergs, der Tierschützer derzeit in pure Panik versetzt.
Makabres Zeugnis einer Wiederholungstat
Die schwarze Kuscheldecke mit den stilisierten Pfotenabdrücken gehört zu einem roten Kater, der dort völlig verängstigt zurückgelassen wurde. Jemand hat das Tier dort eiskalt und mit voller Absicht entsorgt.
Doch was diesen Fund so absolut unerträglich macht, ist die düstere Vorgeschichte. Nur wenige Tage zuvor, am 15. April, spielte sich nur wenige Meter entfernt bereits eine ähnliche, aber noch viel dramatischere Tragödie ab.
Ein Unbekannter hat nämlich schon einmal eine Katze an genau dieser Stelle sich selbst überlassen. Als die Retter damals eintrafen, war es jedoch bereits zu spät. Das Tier war von einem Auto erfasst worden. Seine Verletzungen waren so massiv und grausam, dass die Tierärzte keine andere Wahl hatten, als die arme Samtpfote von ihren Qualen zu erlösen.
Ein nervenzerreißender Wettlauf
Als kurz darauf der zweite Alarm im Tierheim Butzbach eingeht und klar wird, dass der Täter erneut am selben Ort zugeschlagen hat, bricht bei den Freiwilligen Panik aus. Wird es ihnen gelingen, wenigstens den roten Kater zu retten?
Es beginnt ein zermürbender Wettlauf gegen die Zeit und die hereinbrechende Dunkelheit. Erst spät am Abend, gegen 22 Uhr, ist endlich Aufatmen angesagt: Der rote Kater kann gesichert werden. Bis auf Zecken und kleine Wunden übersteht er die Zeit direkt neben der Autobahn unversehrt.
Folgt bald Katze Nummer drei?
Doch die Wut über diese unfassbare Kaltblütigkeit bleibt. Jemand nutzt diesen Abschnitt der A45 offenbar systematisch, um wehrlose Tiere loszuwerden.
Da niemand weiß, ob der Täter erneut zuschlägt und weitere Leben aufs Spiel setzt, richtet das Tierheim Butzbach nun einen verzweifelten Appell an die Öffentlichkeit: Autofahrer im Bereich Münzenberg werden dringend gebeten, die Augen offenzuhalten. Jede kleine Bewegung im Gras könnte auf ein weiteres Opfer hindeuten, das verzweifelt auf Hilfe wartet.