Vor einigen Monaten erlebt die Tierklinik Cabinet Vétérinaire Félin in Nancy (Frankreich) eine böse Überraschung. Vor der Tür finden die Mitarbeiter einen Karton, der mit Klebeband verschlossen ist.
Der Karton hat große Löcher. Sie verstehen schnell, dass sich ein Tier darin befindet. Im Inneren der Praxis öffnen sie die Kiste und entdecken einen armen Perserkater. Er hat kaum Platz, sich zu bewegen.
Das Tier ist sichtlich vernachlässigt. Sein Fell ist voller Knoten. Der Kater sitzt in seinem eigenen Urin. Dieser riecht sehr streng, da das Tier nicht kastriert ist.
Schon der Anblick dieser Szene macht das Team wütend. Doch die Wut verzehnfacht sich, als sie den Zettel lesen. Der rücksichtslose Halter hat ihn auf den Karton geklebt.
„Ich lasse Ihnen meine Katze da, weil sie krank ist“
Auf einem kleinen Zettel erklärt und rechtfertigt der Halter seine Tat: „Hallo, ich lasse Ihnen meine Katze da, weil sie seit einigen Tagen krank ist. Sie frisst nicht mehr. Sie versteckt sich. Sie uriniert überall hin. Ich glaube, sie hat eine Harnwegsinfektion. Ich habe kein Geld für die Behandlung. Ich überlasse sie Ihnen, danke.“
Eine wichtige Erinnerung für alle Tierhalter
Das Team der Tierklinik ist entsetzt über dieses verantwortungslose Verhalten und den Zustand des armen Katers. Es teilt die Geschichte in den sozialen Netzwerken. Dabei erinnert es an einige Grundprinzipien. Jeder Tierhalter sollte diese im Kopf haben, bevor er sich einen Vierbeiner anschafft: „Eine Katze ist kein Plüschtier oder irgendein Gegenstand. Man schenkt sie sich nicht, um sie dann wie Müll wegzuwerfen, wenn sie kaputt, krank, verletzt oder lästig ist. Eine Katze, JA, sie kostet Geld! Nicht bei der Anschaffung, denn viele Kätzchen werden verschenkt, sondern ihr ganzes Leben lang. Sie kostet Geld für Futter, Katzenstreu, Spielzeug. Und JA, sie kostet auch Geld, wenn sie krank ist und behandelt werden muss. Daran muss man denken, bevor man sich ein Tier zulegt.“
Der Perserkater ist nicht gekennzeichnet. Daher ist es unmöglich, die Identität seines Halters festzustellen. Die Tierklinik Cabinet Vétérinaire Félin in Nancy betont dessen feiges Verhalten.
Der Kater wird nun versorgt. Er kann endlich aufatmen.