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Manx-Kater Bolo
© Tierheim Köln-Dellbrück / Facebook

„Wir lassen das mal so stehen“: Dreiste Ausrede von Bolos „Findern“ bringt Tierschützer auf die Palme

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Der Kater wird im Tierheim abgegeben – mit einer Ausrede, die gewaltig stinkt. Was am nächsten Morgen bei Bolo entdeckt wird, lässt alle vor Wut kochen.

Als sich die Tür des Tierheims Köln-Dellbrück am 8. März 2026 öffnen, ahnt zunächst noch niemand, was alle gleich zutiefst aufwühlen wird – und das gleich in mehrerlei Hinsicht! Denn der Neuzugang zieht nicht nur sofort alle Blicke auf sich. Nein, die Geschichte, die die Freiwilligen zu hören bekommen, sorgt auch für Unverständnis und Wut.

Vor den Tierschützern sitzt ein höchst ungewöhnlicher Kater. Bolo ist eine Manx-Katze – er hat keinen Schwanz, auffällig kurze Beine und schleppt darüber hinaus auch noch viel zu viel Gewicht mit sich herum. Doch die Geschichte, die Personen erzählen, die den zehnjährigen Kater abgeben, lässt alle kochen.

„Finder“ geben schwerkranken Kater ab

Sie haben eine Geschichte parat, die in Tierschutzkreisen nur allzu gut bekannt ist: Man habe das Tier vor einem halben Jahr „gefunden“ und könne es nun leider nicht mehr behalten.

Die Mitarbeiter des Tierheims hören zu, blicken auf den massiv übergewichtigen Kater und ziehen ihre eigenen Schlüsse. Ihre knappe, aber vielsagende Reaktion im Netz: „Wir lassen das mal so stehen.“

Bolos Körper erzählt die wahre Geschichte

Bolos Körper verrät ziemlich schnell, was ihm in den letzten Monaten – oder Jahren – wirklich widerfahren ist. Als die angeblichen Finder des Manx-Katers wieder gegangen sind, beginnt der eigentliche Kampf um die Samtpfote. Den Pflegern fällt nämlich sofort ein lebensbedrohliches Detail auf: Bolo kann keinen Urin absetzen. Ein Notfall!

Gleich am nächsten Morgen liegt der Kater auf dem Behandlungstisch des Tierarztes. Und hier bricht die Geschichte vom harmlosen „Fundkater“ endgültig in sich zusammen.

Bolo leidet nicht nur an einem akuten Blasenproblem, das ihm Höllenqualen bereitet haben muss. Er zeigt auch deutliche Tendenzen einer Fettleber! Folgen einer jahrelangen, massiven Fehlernährung.

Krankheiten dieses Ausmaßes entstehen nicht auf der Straße. Sie entstehen in Wohnzimmern, bei Menschen, die wegschauen, bis die medizinischen Konsequenzen drohen, teuer zu werden.

Die Wut im Netz kocht hoch

Das Schicksal von Bolo schlägt im Netz hohe Wellen. Über 1.200 Menschen reagieren fassungslos auf den Bericht des Tierheims Köln-Dellbrück. In den Kommentaren entlädt sich die Wut über die offensichtliche Lüge der Vorbesitzer.

„Ja, wenn es Probleme gibt, kann man den ‚Fundkater‘ nicht mehr behalten“, schreibt ein User zynisch. Eine andere Nutzerin bringt es auf den Punkt: „Wieder ein Opfer von Fundkatze, die eigentlich die eigene war? Krank.“

Für Bolo beginnt nun ein neues Leben. Sein Alltag besteht jetzt aus strengen Diäten, einer Menge lebensrettender Medikamente – und der echten Zuneigung, die ihm zuvor offenbar verwehrt blieb.

Für das Tierheim ist der Fall klar: Trotz all der Schmerzen und der menschlichen Kaltschnäuzigkeit, die er ertragen musste, ist Bolo der „süßeste und kuscheligste Kater der Welt“.

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