Die Uhr tickt unerbittlich für Yannic W. und seine Partnerin Nadja D. Es bleiben nur noch wenige Wochen, bis ein Albtraum für zwei Menschen und ihren geliebten Hund bittere Realität wird.
Wie ein aktueller Bericht von hna.de (vom 08.03.2026) offenbart, spielt sich im niedersächsischen Hann. Münden ein verzweifelter Kampf gegen die Zeit ab. Ein Kampf, das Paar und Hund „Sek“ zu verlieren drohen.
Obdachlosigkeit droht wegen Hund
Seit Oktober sitzt das Paar in einer Obdachlosenunterkunft der Stadt Hann. Münden fest. Dabei hatten die beiden zuvor alles versucht, eine neue Wohnung für sich und den elf Jahre alten Sek zu finden, als sie aus der alten ausziehen mussten. Jedoch ohne Erfolg.
An sich schon dramatisch, doch das ist nicht das eigentliche Problem. Die wahre Bedrohung für ihr Dach über dem Kopf: Sek, den American Staffordshire Terrier.
In der Einrichtung herrscht ein striktes Tierverbot. Die Stadt drückte bisher ein Auge zu und duldete den Vierbeiner – doch diese Gnadenfrist läuft nun unweigerlich ab.
Der Stichtag: 1. April
Am 1. April endet die Duldung knallhart. Ein Datum, das wie ein Damoklesschwert über dem Paar schwebt. Wenn sie bis dahin keine neue Bleibe finden, stehen sie endgültig auf der Straße.
„Wir stehen unter Druck, haben die Angst im Nacken“, beschreibt Yannic W. die beklemmende Lage. Jeder Tag, der ungenutzt verstreicht, bringt die drei dem Abgrund ein Stück näher.
Über 100 Rückschläge
Dabei versucht das Paar alles, um dem Schlimmsten zu entgehen. Sie haben bei einer Wohnungsbaugenossenschaft vorgesprochen, die Diakonie um Hilfe gebeten und Anzeigen durchforstet. Die bittere Bilanz: Über 100 Absagen bislang. Der Grund ist fast immer derselbe – der Hund.
Oft reicht allein die Rasse für eine Ablehnung, obwohl der elfjährige Sek alles andere als eine Gefahr ist. In seiner alten Heimat Hessen hat der ruhige und gehorsame Terrier den strengen Wesenstest mit Bravour bestanden. Doch die Vorurteile wiegen auf dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt oft schwerer als offizielle Dokumente.
Das Paar hält fest zu Sek
Für viele Außenstehende wäre die Lösung vielleicht einfach: das Tier abgeben, um das eigene Überleben zu sichern. Doch für Yannic W. ist das ausgeschlossen.
Er hat Sek seit dem Welpenalter, der Hund war in den dunkelsten Momenten seines Lebens stets an seiner Seite. Ihn jetzt im Stich zu lassen, kommt nicht infrage. Er riskiert lieber, selbst auf der Straße zu landen, als seinen loyalsten Begleiter aufzugeben.
Ein letzter Ausweg?
Die Zeit rennt, doch noch geben die beiden nicht auf. Das Paar, das derzeit arbeitssuchend ist, sucht händeringend nach Vermietern, die nicht sofort abblocken. Die Sicherheit für den Vermieter ist dabei gegeben: Die Kosten für die Miete werden bis zu einem gewissen Rahmen zuverlässig vom Amt übernommen.
Gesucht wird in Münden und Umgebung, für einen Neuanfang würde das Paar aber auch ins weitere Umland, beispielsweise nach Göttingen, ziehen. Die Lage ist ernst. Wer dem Paar und Sek vor dem 1. April helfen und eine Wohnung anbieten kann, findet auf hna.de die Email-Adresse von Yannick W.