Am 8. Juli 2025 erscheint der Hundehalter bei der örtlichen Polizei. Er behauptet, diese weibliche Malinois-Hündin herrenlos auf der Straße gefunden zu haben.
Die Polizei reagiert sofort. Sie leitet das Verfahren für ausgesetzte Tiere auf öffentlichen Straßen ein.
Schwere Unterernährung
Das örtliche Tierheim nimmt Sybelle in seine Obhut. Als Tierärzte sie untersuchen, stellen sie einen besorgniserregenden Zustand fest. Das arme Tier ist extrem abgemagert, sodass seine Knochen deutlich sichtbar sind. Sybelle leidet an einer schweren Unterernährung. Dies weckt schnell den Verdacht, dass jemand das Tier vernachlässigt hat.
Während die Mitarbeiter des Tierheims nach dem Halter suchen, melden sich mehrere Zeugen. Sie enthüllen den Verantwortlichen die schreckliche Wahrheit. Der ehemalige Besitzer versucht schon seit einigen Wochen, das Tier loszuwerden.
Er belügt die Polizei
Angesichts der Beweise gibt der Hundehalter schließlich zu, dass er gelogen hat. Er begründet den dramatischen Zustand von Sybelle mit einer eigenen Depression.
Dennoch leitet die Staatsanwaltschaft ein Gerichtsverfahren wegen Aussetzung und Tierquälerei ein. Der Mann ignoriert in der Folgezeit mehrere Vorladungen der Justiz. Er erscheint weder zu seinem ersten Termin noch zur Hauptverhandlung vor dem Gericht in Orléans (Frankreich).
Acht Monate Gefängnis ohne Bewährung
Am 10. Juni 2026 verurteilt das Gericht in Orléans (Frankreich) den ehemaligen Halter zu acht Monaten Gefängnis ohne Bewährung. Zudem erhält er ein lebenslanges Tierhalteverbot. Eine solche Strafe ist auch in Deutschland möglich, wo Tierquälerei konsequent geahndet wird. Tierschützer hoffen, dass dieses Urteil als klares Signal wirkt. Es soll der steigenden Zahl von Aussetzungen und Misshandlungen entgegenwirken.
Glücklicherweise nimmt das Schicksal von Sybelle eine wunderbare Wendung. Eine neue Familie adoptiert die Hündin sehr schnell. Heute genießt sie die Liebe ihrer neuen Menschen. Sie führt nun ein glückliches Leben, das weit weg von den Leiden ihrer Vergangenheit liegt.