Australien sucht einen Koala-Rettungshund. Wie die Webseite Le Monde berichtet, hat der Tierschutzverein IFAW in Zusammenarbeit mit der University of the Sunshine Coast (Australien) eine ungewöhnliche Stellenanzeige veröffentlicht.
Seit dem 20. Mai 2026 sucht die Anzeige nach dem nächsten Koala-Such- und Rettungshund. Dessen Mission ist von größter Bedeutung: Er muss den australischen Busch durchstreifen, oft nach heftigen Bränden oder Klimakatastrophen. Dabei soll er verletzte, dehydrierte oder in verkohlten Bäumen gefangene Koalas mit seinem Geruchssinn aufspüren.
Der zukünftige Auserwählte übernimmt die anspruchsvolle Aufgabe, Bear nachzufolgen. Dieser Suchhund ging nach zehn Jahren treuer Dienste in den Ruhestand und kann auf eine heldenhafte Bilanz zurückblicken. Er hat über 100 Koalas aufgespürt und gerettet, besonders während der verheerenden Brände des „Schwarzen Sommers“ vor ein paar Jahren.
„Energisch, sanft und mittelgroß“
Der Verein hat eine sehr detaillierte Stellenbeschreibung veröffentlicht, um den idealen Kandidaten zu finden. Entgegen der Erwartung ist perfekte Gehorsamkeit jedoch nicht das wichtigste Kriterium.
Auch die Morphologie und das Temperament werden genau geprüft. Seine Statur sollte mittelgroß sein: „Nicht zu klein, um im Busch keine Schwierigkeiten zu haben, aber auch nicht zu groß, damit er bei Bedarf getragen werden kann.“
Sein Charakter muss tadellos sein. Er sollte ein besonders sanftes Temperament besitzen und den Geruch von Koalas aufspüren können, ohne sie jemals anzugreifen oder zu erschrecken, wenn er sie entdeckt.
Der Auswahlprozess hat bereits begonnen. Angesichts der Dringlichkeit, eine durch Klimawandel und Urbanisierung zunehmend bedrohte Art zu schützen, prüft der IFAW die Profile sorgfältig.
Bears Nachfolger beginnt anschließend eine intensive Ausbildung im Rahmen des Programms „Detection Dogs for Conservation“. Dabei lernt er, Rauch- und Aschegerüche zu ignorieren, um sich ausschließlich auf das Überleben der Koalas zu konzentrieren.