Im Sommer bleiben die Fenster nachts oft offen, um kühle Luft hereinzulassen. Doch in der sonst so friedlichen Gemeinde Boivre-la-Vallée in Frankreich (Departement Vienne) herrscht bei vielen Anwohnern Frust statt Nachtruhe.
Der Grund für den Ärger ist das laute nächtliche Bellen mehrerer Nachbarhunde. Die örtliche Bürgermeisterin Marie-Hélène Audebert reagiert nun offiziell auf die vielen Beschwerden der schlaflosen Bewohner, um wieder für Ruhe zu sorgen.
Eine symbolische Maßnahme zur Abschreckung
Ende Juli erlässt die Rathauschefin eine neue Verordnung gegen den Lärm durch Haustiere. Der Text erinnert an eine einfache Regel des Zusammenlebens: Gelegentliches Bellen ist völlig normal, aber ständiges Jaulen oder Winseln stört den Frieden.
Hundehalter müssen ab jetzt dafür sorgen, dass ihre Tiere in der Wohnung oder im Garten nicht dauerhaft bellen. Wer sich nicht an diese neue Regelung hält, muss eine Strafe von 135 Euro zahlen. Auch in Deutschland ist Ruhestörung durch Hundegebell verboten und kann teuer werden.
Die Rückkehr zur wohlverdienten Ruhe
Die neue Verordnung soll Tierfreunde nicht einfach nur bestrafen. Sie möchte die Menschen vielmehr für ihre Verantwortung als Hundehalter sensibilisieren. Dauerhaftes Bellen deutet oft auf Langeweile oder Angst hin, weshalb Halter diese Signale verstehen müssen.
Bisher musste die Gemeinde noch kein Bußgeld verhängen, denn die Lage hat sich schnell beruhigt. Die rund 3.000 Einwohner schlafen wieder ruhig. Das zeigt, dass ein freundlicher Appell an das gute Benehmen oft für Harmonie zwischen Nachbarn sorgt.