Forschende der Universität Wien untersuchen die Gehirnaktivität von Hunden beim Anblick menschlicher Gesichter. Die Wissenschaftler Laura Cuaya und Raúl Hernández-Pérez legen dafür 14 Hunde in einen Hirnscanner. Sie zeigen den Tieren verschiedene Fotos mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken.
Die Bilder von lächelnden Menschen aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn der Vierbeiner. Dieser Bereich reagiert sonst nur auf leckeres Futter oder den Geruch einer vertrauten Person. Laut der Forscherin Laura Cuaya beweist dieses Ergebnis die positive Wirkung von glücklichen Gesichtern. Diese Ausstrahlung erfreut die Tiere selbst bei völlig fremden Menschen.
Das Belohnungszentrum springt an
Das Forschungsteam analysiert auch die Reaktionen der Hunde auf Wut, Angst und Trauer. Das Belohnungszentrum springt jedoch ausschließlich bei fröhlichen Gesichtern an.
Raúl Hernández-Pérez erklärt diese Entdeckung genauer. Die Vierbeiner unterscheiden demnach klar zwischen positiven und negativen Gefühlen. Allerdings können sie die verschiedenen Nuancen von negativen Emotionen nicht genauer filtern.
Eigene Hunde helfen bei der Forschung
Für dieses Projekt nutzen die beiden Wissenschaftler ihre eigenen Border Collies namens Odín und Kun-kun. Zusätzlich sprechen sie im Park andere Hundehalter an. So gewinnen sie weitere ruhige und gut erzogene Hunde für das Experiment.