Donnerstagabend in Nordhausen (Nordthüringen), es dämmert bereits. Was eigentlich ein ruhiger Abend sein sollte, wird für zwei junge Frauen im Alter von 18 und 21 Jahren plötzlich zu einem beklemmenden Szenario. Sie werden aus dem Nichts heraus Zeuginnen einer unfassbaren Gewalttat.
Mitten auf der Straße schlägt ein Mann mit roher Gewalt auf seinen eigenen Hund, einen Husky-Mischling, ein. Die Brutalität gegen den völlig wehrlosen Vierbeiner lässt den Beobachterinnen das Blut in den Adern gefrieren.
Drama in der Dunkelheit
Doch was in den Sekunden nach der Prügelattacke passiert, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Ohne sich auch nur noch einmal umzudrehen, geht der Mann davon und lässt das verängstigte und geschundene Tier einfach in der nächtlichen Dunkelheit zurück!
Zurück bleibt ein zutiefst verunsicherter Hund, völlig auf sich allein gestellt und von seinem eigenen Menschen kaltherzig im Stich gelassen.
Zwei Heldinnen greifen ein
In genau solchen Momenten schauen viele Passanten aus Angst oder Überforderung einfach weg. Doch jetzt nimmt das Geschehen eine völlig andere Wendung: Die beiden Heranwachsenden weigern sich, den Blick abzuwenden. Sie fassen sich ein Herz und beweisen beeindruckende Zivilcourage.
Behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen nähern sie sich dem zitternden Vierbeiner. Um das Tier vor einer möglichen Rückkehr des Mannes oder weiteren Gefahren auf der Straße zu schützen, treffen sie eine schnelle, instinktive Entscheidung.
Zu seinem Schutz nehmen sie den Husky-Mischling kurzerhand mit in ihre eigene Wohnung. Jetzt, als der Hund endlich in Sicherheit ist, können seine Retterinnen aufatmen.

Das Nachspiel für den herzlosen Halter
Danach informieren die beiden jungen Frauen von Zuhause aus sofort die Behörden über das Geschehene. Der Husky-Mischling wurde wenig später in die Obhut des örtlichen Tierheims übergeben, wo er nun zur Ruhe kommen kann.
Doch die feige Attacke auf offener Straße wird nicht ungesühnt bleiben. Die fieberhafte Suche nach dem Verantwortlichen läuft derzeit auf Hochtouren. Die Einsatzkräfte setzen alles daran, den herzlosen Halter ausfindig zu machen, damit er für seine brutalen Taten und das eiskalte Aussetzen seines Tieres vollumfänglich zur Rechenschaft gezogen wird.