Es sind Geschichten wie diese, die einen den Glauben an die Menschheit verlieren lassen. Hinter den Gittern des Mainzer Tierheims sitzt Geronimo. Ein elf Jahre alter American Staffordshire-Rüde mit einem riesigen Herz für Menschen – der den hohen Preis für das totale Versagen seines Halters zahlen muss.
Als „Hundeprofi“ Martin Rütter in der RTL-Sendung „Die Unvermittelbaren“ mit diesem Schicksal konfrontiert wird, platzt dem sonst so besonnenen TV-Star endgültig der Kragen. Die Fassungslosigkeit weicht purer Wut.
Martin Rütters Zorn entlädt sich im TV
Geronimo ist ein Opfer von Verantwortungslosigkeit. Sein letzter Halter ignorierte sämtliche gesetzliche Auflagen und Genehmigungen, die für die Haltung eines sogenannten Listenhundes zwingend erforderlich sind.
Das bittere Ende vom Lied: Der alte Hund wurde sichergestellt und verlor sein Zuhause. Ein brutaler Schnitt für einen Hunde-Opa.
Kopfschüttelnd und sichtlich angefasst rechnet Rütter in der Sendung am 22. Februar 2026 schonungslos mit dem Ex-Halter ab: „Da werden dann wirklich alle Klischees erfüllt: Irgendein Halbgarer holt sich diesen Hund, kümmert sich nicht um die Auflagen und das Ende vom Lied: Der Hund muss weg.“
Rütter verlangt drastische Konsequenzen für Menschen, die Tiere wie Wegwerfware behandeln: „Mich macht so was richtig irre! Ich würde mir wirklich wünschen, dass solche Leute ab da sofort ein lebenslanges Tierhaltungsverbot kriegen!“
Lebensgefahr: Schock-Diagnose am Set
Als wäre der Tierheim-Aufenthalt für den verschmusten Senior nicht schon schlimm genug, schlägt das Schicksal mitten während der Dreharbeiten noch einmal unbarmherzig zu. Geronimo bricht zusammen. Die Diagnose: Dammbruch.
Der Elfjährige muss umgehend in eine Not-Operation. Aus dem hoffnungsvollen TV-Auftritt wird plötzlich ein Zittern um das Leben des tapferen Rüden.
Geronimo übersteht den schweren Eingriff, doch er ist gezeichnet. Wer will schon einen elfjährigen, frisch operierten Listenhund, der obendrein bei Artgenossen so ruppig werden kann, dass Maulkorbpflicht herrscht?
Das 700-Kilometer-Wunder
Doch manchmal schreibt das Leben Drehbücher, die schöner sind als jeder Film. Genau in der dunkelsten Stunde meldet sich Franciska. Sie wohnt an der Ostsee – unglaubliche 700 Kilometer von Mainz entfernt. Doch weder die große Entfernung, noch das hohe Alter des Hundes, die OP-Nachwehen oder die Beißwarnung der Tierheimleitung können diese Frau abschrecken.
Für den Hunde-Opa nimmt sie die gigantische Reise auf sich. Da der frisch operierte Geronimo noch keine wilden Aktionen verträgt, lernen sie sich bei ruhigen Gassirunden kennen. Und der Funke springt über!
Dass Training und ein Maulkorb nötig sind, entmutigt Franciska nicht im Geringsten: „Das schreckt mich nicht ab, Training kann ja auch Spaß machen. Ich freue mich eher darauf.“
Für Martin Rütter ist Franciskas Einsatz der absolute Jackpot, denn meist sind genau diese alten Hunde völlig unsichtbar und chancenlos. Doch Geronimos Tage hinter Gittern sind nun gezählt. Mit einem Lächeln besiegelt seine neue Retterin das langersehnte Happy End: „Meine Couch wäre groß genug.“