Hundebaby in der Nacht: So hilfst du deinem Welpen, durchzuschlafen
Etwa 4 Minuten Lesezeit
© Julie Marsh/ Unsplash

Hundebaby in der Nacht: So hilfst du deinem Welpen, durchzuschlafen

von Elise Petter

Eine feste Schlafroutine zu etablieren, erfordert Übung, Geduld und schrittweise Anpassungen. Hier erfährst du, wie du den Tagesablauf deines Welpen so gestaltest, dass er endlich ruhigere Nächte verbringt.

Einen Welpen großzuziehen, ist ebenso aufregend wie anstrengend. Viele Neu-Hundehalter müssen feststellen, dass der kleine Liebling gerne mal die Nacht zum Tage macht - und dann beschäftigt werden möchte. Genau wie Babys brauchen Welpen Sicherheit und einen regelmäßigen Rhythmus, damit sich ihre innere Uhr richtig einstellen kann.

Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?

Ein Welpe benötigt deutlich mehr Schlaf als ein erwachsener Hund – häufig zwischen 18 und 20 Stunden am Tag.

Diese langen Ruhephasen sind für sein Wachstum, seine Gehirnentwicklung und sein allgemeines Wohlbefinden unerlässlich. Ohne ausreichend Erholung wird dein Welpe schnell überdreht und hat größere Schwierigkeiten, sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen.

Die Nickerchen sollten über den gesamten Tag verteilt sein, während nachts längere Schlafphasen folgen. Dieser Rhythmus passt sich im Laufe seiner Entwicklung ganz natürlich an.

Ab wann schläft ein Welpe durch?

Wenn dein Welpe bei dir einzieht, braucht er viel Aufmerksamkeit und muss häufig nach draußen, um sich zu lösen. Das bedeutet, dass deine Nächte zunächst unterbrochen sein werden – besonders während des Trainings der Stubenreinheit.

Im Alter von etwa vier Monaten schaffen es einige Welpen bereits, die ganze Nacht durchzuschlafen. Das hängt jedoch unter anderem von der Rasse, der Blasenkapazität und der abendlichen Routine ab.

Die wichtigsten Schritte für ruhige Nächte

Die Gewohnheiten am Tag haben einen direkten Einfluss auf die Qualität der Nachtruhe. Diese Schritte können deinem Welpen dabei helfen, besser zu schlafen:

Lade die Zigzag-App herunter

Die Hundeerziehungs-App Zigzag bietet maßgeschneiderte Schlafprogramme. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf kurze und regelmäßige Nickerchen am Tag, um einen tieferen Schlaf in der Nacht zu fördern. Mit ihren wochenweise aufgebauten Plänen begleitet dich Zigzag Schritt für Schritt.

Sorge für körperliche und geistige Auslastung

Tägliche Spaziergänge und beaufsichtigte Spieleinheiten helfen deinem Welpen, seine Energie abzubauen. Doch Vorsicht: Zu viel Aufregung kurz vor dem Schlafengehen kann das Gegenteil bewirken.

Beende wilde Aktivitäten etwa eine Stunde vor der Nachtruhe und ersetze sie durch ruhige Spiele oder eine entspannte Kuschelzeit.

Achte auf die Fütterungszeiten

Vermeide es, deinem Welpen kurz vor dem Schlafengehen große Mengen an Futter oder Leckerlis zu geben. Plane das Abendessen möglichst zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen ein. Die regelmäßige Mahlzeit kann ihm zugleich signalisieren, dass die Ruhephase beginnt.

Plane die letzte Gassirunde

Ein Welpe unter vier Monaten schafft es nur selten, die ganze Nacht durchzuhalten. Gehe etwa 15 Minuten vor dem Schlafengehen ein letztes Mal mit ihm nach draußen.

Lobe ihn ruhig, wenn er sich löst, und bringe ihn danach direkt wieder zu seinem Schlafplatz, ohne ein nächtliches Spiel zu beginnen.

Schaffe ein beruhigendes Einschlafritual

Regelmäßigkeit ist dein bester Verbündeter. Versuche, möglichst feste Zeiten für das Aufwachen, die Mahlzeiten, die Nickerchen und das Zubettgehen einzuhalten.

  • Der Schlafplatz: Schaffe einen gemütlichen und sicheren Rückzugsort. Viele Welpen fühlen sich in einem warmen und kuscheligen Körbchen besonders wohl.
  • Der Geruchstrick: Lege ein altes T-Shirt mit deinem Geruch in seine Nähe, um ihm ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.
  • Die Atmosphäre: Gedimmtes Licht und gleichmäßige Hintergrundgeräusche, etwa von einem Ventilator oder durch sanfte Musik, können dabei helfen, störende Außengeräusche zu überdecken.

Ein letzter Tipp: Wenn dein Welpe weint, solltest du ihn nicht einfach sich selbst überlassen. Auch Schimpfen kann seine Unsicherheit in der Nacht verstärken. Das Durchschlafen ist ein schrittweiser Lernprozess.

Freue dich deshalb über jeden kleinen Erfolg – etwa eine zusätzliche Stunde Schlaf – und bleibe geduldig. Mit einer festen Routine und einer guten Planung werden eure Nächte nach und nach ruhiger.

Übersetzt von der Wamiz-Website FR künstliche Intelligenz

Mehr Ratschläge zu...