Extrem lange Hundekrallen
© Tierheim Reutlingen / Facebook

Niemand merkte, was geschah: Erst nach Tagen machen Retter eine erschütternde Entdeckung

von Stefanie Gräf

Als die Retter die Wohnungstür öffnen, schlägt ihnen eine ungute Stille entgegen. Tatsächlich erwartet sie eine Entdeckung, die das Herz erstarren lässt.

Als die Helfer die Wohnungstür öffnen, schlägt ihnen eine beklemmende Stille entgegen. Sieben Tage lang hat kein Mensch mehr diese Räume betreten. Sieben Tage lang merkte niemand in der Nachbarschaft, dass sich hinter der verschlossenen Tür eine stille Katastrophe abspielte... 

Als die Helfer sehen, was los ist, müssen sie schwer schlucken: Der Bewohner liegt leblos in der Wohnung – und mitten im Raum harrt ein völlig unkenntliches Lebewesen aus. Der tragische Anblick trifft die Einsatzkräfte mitten ins Herz!

Ein Drama, das schon viel früher begann

Es ist ein Bild des Schreckens: Sieben Tage lang hat die kleine Hündin treu neben dem Leichnam ihres toten Herrchens ausgeharrt. Aber dieser Zeitraum war nur der traurige Höhepunkt eines Zustands, der sich über Monate oder gar Jahre aufgebaut haben muss. 

Der ältere Mann war offenbar schon lange vor seinem Ableben körperlich nicht mehr in der Lage gewesen, sich um seinen Schützling zu kümmern.

Die 13 Jahre alte Hündin ist völlig abgemagert, ihr Körper von Fliegen umschwärmt und von einem entsetzlichen Gestank umgeben. Ihr Fell ist so verfilzt, dass die Helfer die eigentlichen Ohren erst unter den massiven Fellmatten suchen müssen. Dass sich das Tier mit derart langen Krallen überhaupt noch fortbewegen kann, grenzt an ein Wunder.

Sie harrte 7 Tage treu aus

Im Tierheim Reutlingen, wo die Seniorin am 21. Juli aufgenommen wurde, zeigt sich nun das ganze Ausmaß der Orientierungslosigkeit. Aufgrund ihres hohen Alters ist die Hündin vermutlich taub und blind. Sie tastet sich vorsichtig durch die völlig fremde Umgebung der Hundestation.

Doch trotz der Verwahrlosung und der Tage in Dunkelheit überrascht das Tier die Pfleger mit einer erstaunlichen Reaktion: Anstatt gebrochen oder aggressiv zu reagieren, zeigt sie eine extrem starke Anhänglichkeit. 

Die kleine Fellnase sucht pausenlos die Nähe der Menschen, fordert Halt ein und erträgt es nicht, alleine gelassen zu werden. Ihr Vertrauen in den Menschen ist trotz alles Erlebten unerschüttert.

Wie soll sie heißen?

Für das Team im Tierheim Reutlingen beginnt nun eine intensive Phase der medizinischen und pflegerischen Erstversorgung:

  • Befreiungsschlag: Das millimetergenaue Abscheren des zentimeterdicken Filzpanzers.

  • Hygiene & Pflege: Ein erstes, erlösendes Bad zur medizinischen Reinigung der Haut.

  • Medizinische Diagnostik: Gründliche Untersuchungen beim Tierarzt, um ihren Gesundheitszustand zu stabilisieren.

Die Hündin hat unter der jahrelangen Verwahrlosung nicht nur ihre Pflege, sondern auch ihre Identität verloren. Das Tierheim Reutlingen bittet die Community daher um Unterstützung: Unter dem viralen Post des Tierheims werden ab sofort Namensvorschläge gesammelt, um der tapferen 13-jährigen Überlebenden einen würdevollen Namen für ihr neues Leben zu schenken.

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