Temperaturanzeige in aufgeheiztem Auto
© KI / ChatGPT (Symbolbild)

Bei 59 Grad: Hund leidet im Auto, das Verhalten des Frauchens schlägt dem Fass den Boden aus!

von Stefanie Gräf

Was geht bloß in manchen Menschen vor? Mittwochmittag, punkt 13 Uhr auf der Fritz-Schäffer-Straße im Münchner Stadtteil Neuperlach. Die Sonne brennt unbarmherzig vom Himmel, das Thermometer zeigt bereits jetzt drückende 31 Grad - im Schatten wohlgemerkt

Ein Passant geht die Straße entlang, als sein Blick auf einen geparkten, schwarzen Mini Cooper fällt. Was er hinter der Scheibe entdeckt, lässt ihn abrupt stehen bleiben: Aus einem winzigen Fensterspalt blickt ihn das Gesicht eines kleinen, weißen Malteser-Hundes an. Das Tier steht mitten in der prallen Sonne! 

Hund bei brutaler Hitze im Auto gefangen!

Dem Zeugen ist sofort klar: Das Tier braucht dringendst Hilfe! Jede Sekunde zählt. Kurz entschlossen rennt er zur nahegelegenen Polizeidienststelle am Adenauerring, um das Drama zu melden.

Als die Polizeibeamten kurz darauf am Fahrzeug eintreffen, bietet sich ihnen ein besorgniserregendes Bild. Der kleine Malteser hechelt bereits massiv, sein Zustand verschlechtert sich zusehends. Vom Halter oder der Halterin fehlt jedoch weit und breit jede Spur!

Die Einsatzkräfte versuchen gar nicht erst, lange zu suchen – dafür bleibt jetzt schlicht keine Zeit. Da das Fenster des Wagens einen Spalt breit offen steht, fackeln die Beamten nicht lange: Sie brechen das Glas der Scheibe komplett heraus. Als sich die Autotür öffnet, schlägt den Rettern eine unvorstellbare Glut entgegen.

Malteser noch rechtzeitig gerettet

Wie unbarmherzig die Hitze in diesem Moment zugeschlagen hat, zeigen die schockierenden Daten der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte hatten am selben Tag mit Messdrohnen die Außenfassaden der umliegenden Häuser überprüft. Das Ergebnis macht fassungslos: Bis zu 59 Grad Hitze wurden an diesem Nachmittag gemessen! 

In geschlossenen Objekten und Fahrzeugen aus Metall steigt die Temperatur unter solchen Bedingungen rasant in eine absolut lebensgefährliche Zone. Der schwarze Mini war für den Malteser zu einem regelrechten Backofen geworden.

Nachdem der Hund erfolgreich aus der Gefahrenzone befreit wurde, sichern die Polizisten noch schnell die im Wagen liegenden Wertsachen – darunter ein Handy, Zigaretten und ein teurer Marken-Föhn. Sie hinterlassen eine Nachricht an der zerstörten Scheibe und bringen den Hund in Sicherheit. Doch was sich danach auf der Wache abspielt, macht die Beamten fassungslos.

Die unfassbare Reaktion des Frauchens

Es ist 14.40 Uhr – rund eineinhalb Stunden nach der dramatischen Rettungsaktion –, als eine 29-jährige Frau seelenruhig die Polizeinspektion betritt. Es ist das Frauchen des Maltesers. Sie fragt nach ihrem Hund. Demnach hatte die Münchnerin das wehrlose Tier weit über zwei Stunden in der 59-Grad-Hölle schmoren lassen, um ungestört Besorgungen zu machen.

Dieses absolut leichtsinnige Verhalten hat für die uneinsichtige Hundehalterin nun ein drastisches Nachspiel. Die Polizei hat die Frau angezeigt. Das Gesetz versteht bei solcher Ignoranz keinen Spaß: Das Strafmaß reicht von empfindlichen Geldbußen bis hin zu drei Jahren Gefängnis.

Dass solche Fälle tödlich enden können, zeigt ein düsterer Vergleich aus der Region: Erst kürzlich musste sich ein junger Mann vor Gericht verantworten, weil er seinen Hund über eine Stunde in der Hitze vor einem Erlebnisbad eingesperrt hatte. Jener Hund starb einen qualvollen Hitzetod – der Halter musste 2000 Euro Strafe zahlen. 

Der kleine Malteser aus Neuperlach hatte dank des aufmerksamen Passanten riesiges Glück, doch der Fall zeigt einmal mehr: Ein Auto wird im Sommer innerhalb von Minuten zur tödlichen Falle.

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