Die örtliche Polizei in der Region Alpes-de-Haute-Provence (Frankreich) veröffentlicht diesen kuriosen Fall an einem Donnerstag. Am späten Nachmittag betritt ein Mann die Dienststelle in Annot (Frankreich), einem ruhigen Dorf nördlich von Cannes (Frankreich). Er führt einen Belgischen Schäferhund an der Leine.
Vor den Beamten gibt sich der Unbekannte als vorbildlicher Bürger aus. Er behauptet, dass er das Tier gerade am Straßenrand gefunden hat. Um glaubwürdig zu wirken, empört sich der Fremde über „diese inakzeptable Tat“. Er fordert lautstark, dass der grausame Tierquäler „eine harte Strafe verdient“.
Der Schuldige wartet bereits auf der Wache
Die Polizisten loben seinen Einsatz und nehmen den Vierbeiner in Obhut. Sie leiten sofort eine Untersuchung ein, um den herzlosen Halter zu finden. Dank der Registrierungsdatenbank stoßen die Beamten schnell auf eine heiße Spur.
Auf der Dienststelle folgt eine große Überraschung. Die Datenbank zeigt nur einen einzigen Verdächtigen an. Die Ordnungshüter kennen diesen Mann bereits sehr gut. Es handelt sich genau um den Besucher, der den Hund kurz zuvor abgegeben hat.
Eine Anzeige und schwere Konsequenzen
Der Lügner muss sofort auf die Wache zurückkehren und kommt direkt in Gewahrsam. Bei der Befragung gesteht der falsche Retter schnell seine Tat. Er gibt zu, dass er das Tier ausgesetzt und die Beamten belogen hat. Dieses Vergehen ist auch in Deutschland strafbar und zieht hohe Bußgelder nach sich. Der Beschuldigte muss sich nun im November vor dem Gericht in Digne-les-Bains (Frankreich) verantworten. Ihm drohen empfindliche Geldstrafen und rechtliche Konsequenzen.