„Wir hielten diesen Anruf für einen Scherz“, berichtet Christie Peters, Leiterin des örtlichen Tierheims Richmond Animal Care & Control (ACC), gegenüber The Dodo. „Es schien einfach unmöglich.“
Doch bei ihrer Ankunft am Einsatzort erkennen die Retter die traurige Wahrheit. In einem privaten Briefkasten versteckte eine Person einen kleinen, kaum einjährigen Yorkshire-Mischling. Das Tier war in einer weichen Transporttasche eingesperrt und der Reißverschluss geschlossen. Dieser Akt zeugt von namenloser Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit.
Die Hausbesitzer sind bei der Befragung durch die Beamten zutiefst schockiert. Sie wussten nichts von einem „versendeten“ Tier in ihrem Briefkasten und kooperieren vollumfänglich mit den örtlichen Behörden.
Eine schnelle Verwandlung
Glücklicherweise erleidet die kleine Hündin durch ihre Gefangenschaft keine Verletzungen. Nach der Befreiung aus ihrer Tasche zeigt sie sofort große Erleichterung gegenüber ihren Rettern.
Ihr Fell ist zwar stark verfilzt und schmutzig, doch ein Bad und gründliches Bürsten genügen, um ihr Aussehen wiederherzustellen. Neben dem weichen, seidigen Fell offenbart die kleine Überlebende schnell ihren wahren Charakter: Sie ist ein äußerst sanfter, verschmuster Fellknäuel. Eine der rettenden Beamtinnen, Chloe Houston, nennt sie liebevoll Mail Order Bride. Dieser Name spielt auf die Umstände ihrer Entdeckung an, ähnlich einem Versandpaket.
Eine laufende Untersuchung
Während die Hündin den Komfort des Tierheims und die tägliche Fürsorge des gesamten medizinischen Teams genießt, läuft eine Untersuchung. Sie soll klären, wie das Tier dorthin gelangte und wer für diese illegale Aussetzung verantwortlich ist.
Sobald sie vollständig bereit ist, wird die kleine Hündin offiziell zur Adoption freigegeben. Sie soll eine liebevolle Familie finden, die sie verdient. „Wir sind so dankbar, dass uns jemand auf diesen Fall aufmerksam gemacht hat“, schließt Christie Peters. Ein rettender Anruf verhinderte das Schlimmste für diese kleine Taschenhündin.