In einem viralen Video sieht man ihn in den Ecken seines Zwingers kauern. Er senkt den Kopf und versucht, mit dem Beton zu verschmelzen.
Dieses Verhalten nennen Fachleute „Shutdown“, also einen kompletten Rückzug. Es ist eine extreme Reaktion auf ein Trauma. Für Joe ist die laute und stressige Umgebung des Tierheims eine ständige Reizüberflutung. Er sucht in den Ecken nur einen Ort, an dem die Welt ihn nicht mehr erreichen kann.
Ein Hoffnungsschimmer dank einer Pflegefamilie
Zum Glück für Joe wird sein stiller Hilferuf erhört. Dank des Einsatzes von Freiwilligen und Mitarbeitern kann der Hund die belastende Umgebung des Tierheims verlassen und zieht vorübergehend zu einer Pflegefamilie.
Anfangs behält der Hund noch seine Schutzreflexe bei. Doch durch die Anwesenheit eines anderen Hundes beginnt er, sich zu entspannen.
„Er bedrängt Joe nicht. Er überfordert ihn auch nicht. Er ist einfach nur da, ganz unaufdringlich, aber auf die richtige Art und Weise“, teilt Vivian Powers, eine Freiwillige des Tierheims, gegenüber The Dodo mit.
Glücklicherweise entdeckt eine Familie Joes Geschichte in den sozialen Medien. Sie verliebt sich sofort in den kleinen Hund.
Joe findet also ein vorläufiges Zuhause. Dort bleibt er, bis er für eine endgültige Adoption bereit ist.