Es ist der 3. Juni, gegen 5:30 Uhr in der Früh. Der Nebel liegt noch über den Feldern zwischen den Thüringer Orten Großengottern und Altengottern (Unstrut-Hainich-Kreis), als ein Mann mit seinem eigenen Hund zu einem gewohnten Spaziergang aufbricht. Doch die unschuldige Morgenroutine endet jäh vor einem Bild des absoluten Grauens.
Mitten auf dem einsamen Wirtschaftsweg liegt der leblose Körper eines Hundes. Die Szenerie ist derart erschütternd, dass die herbeigerufenen Beamten später nur von einem regelrecht „grausamen“ Anblick sprechen werden, der sich ihnen dort auf dem Feldweg bot.
Gehäutet und Chip entfernt!
Was dem Fall eine noch unheimlichere Dimension verleiht, ist die beklemmende zeitliche Enge. Genau dieser Spaziergänger hatte denselben Weg am Vorabend gegen 19:30 Uhr noch völlig ahnungslos genutzt. Zu diesem Zeitpunkt war der Pfad leer.
Die unumstößliche, schaurige Gewissheit ist daher: Unter dem Schutz der Dunkelheit muss jemand diese abgründige Tat vollendet und das geschundene Tier lautlos abgelegt haben. Ein Zeitfenster des Grauens von nur zehn Stunden, in denen der ungesehene Täter im Schatten der Nacht völlig unbeobachtet agieren konnte.
Täter wollte alle Spuren verwischen
Die wahren Abgründe dieses Verbrechens offenbaren sich jedoch erst bei näherem Hinsehen und zeugen von absoluter Skrupellosigkeit. Durchgesickerte Informationen aus Medienberichten, unter anderem der Thüringer Allgemeinen, malen ein furchtbares Bild: Der Hund wurde offenbar nicht nur getötet, sondern auch noch gehäutet!
Das wohl unfassbarste Detail ist jedoch die eiskalte Präzision der Spurenverwischung. Der Täter hat den Mikrochip des Tieres gezielt aus dem Gewebe herausgeschnitten. Hier war niemand im blinden Affekt am Werk, sondern jemand, der mit tiefster Berechnung die Identität des Hundes auslöschen und jede denkbare Verbindung zu sich selbst für immer kappen wollte.
Der Ruf nach Antworten
Nun beginnt die verzweifelte Suche nach der Wahrheit. Das örtliche Landratsamt des Unstrut-Hainich-Kreises lässt den geschundenen Körper intensiv von Experten untersuchen, in der Hoffnung, die genaue Todesursache zu entschlüsseln und dem namenlosen Hund vielleicht doch noch seine Identität zurückzugeben.
Während die Verantwortlichen dringend auf Hinweise angewiesen sind, die Licht ins Dunkel dieser Nacht bringen könnten, hoffen Tierschützer und Tierfreunde im ganzen Land, dass diese beispiellose Kaltblütigkeit nicht ungesühnt bleibt.