Der 2. Oktober 2025 entpuppt sich als wahrer Schicksalstag. Christoph K. aus Bottrop greift an diesem Donnerstag zur Leine, ruft seinen Hund und beiden machen sich auf zur üblichen Gassi-Runde. Die Route rund um den Prosperberg und in Batenbrock ist vertrautes Terrain. Diesen Spaziergang haben die zwei schon tausendmal gemacht.
Doch als Christoph Stunden später in den eigenen vier Wänden zur Ruhe kommt, trifft ihn die Erkenntnis wie ein Schlag in die Magengrube! Er blickt auf seine linke Hand. Dort, wo eigentlich sein Ehering glänzen sollte, ist nur noch nackte Haut. Der Ring ist futsch!
Verzweifelte Suche in der Dunkelheit
Was folgt, ist der Albtraum eines jeden Ehepartners. Panik steigt auf. Wurde der Ring beim Halten der Leine abgestreift? Ist er ins hohe Gras am Prosperberg gefallen?
Nachdem Christoph gebeichtet hat, zögern er und seine Frau Jessica keine weitere Sekunde. Zweimal laufen sie die kilometerlange, unübersichtliche Gassi-Route systematisch ab. Den Blick starr auf den Boden gerichtet, um jeden Zentimeter des Weges abzusuchen. Doch der Ring bleibt verschwunden.
Verzweifelt wendet sich Jessica K. an die Öffentlichkeit. In einer lokalen Facebook-Gruppe schlägt sie Alarm: „Wir bitten Euch, falls ihr dort heute spazieren geht, die Augen offen zu halten.“
Die Reaktionen der Bottroper Hunde-Community lassen nicht lange auf sich warten. Ein Nutzer bringt das enorme Ausmaß der Suchaktion auf den Punkt: „Das gibt einen langen Spaziergang mit der Sonde.“
Eine zweite Spur führt in den Supermarkt
Doch es gibt noch eine zweite, unsichere Fährte in diesem Drama. Da der Verlust erst spät am Abend bemerkt wurde, könnte der Ehering auch noch bei einer anderen Gelegenheit verloren gegangen sein. Diese Spur führt zum Rewe-Markt Gödecke an der Horster Straße.
Hat Christoph den Ring gar nicht auf dem Feld, sondern beim Greifen nach Lebensmitteln verloren? „Wir fragen regelmäßig beim Rewe Gödecke nach, ob nicht doch ein Ring gefunden wurde“, berichtet Jessica zermürbt. Bisher herrscht aber Funkstille.
Hoffnung gibt in diesen dunklen Stunden ausgerechnet eine Fremde aus dem Netz. Eine andere Bottroperin schildert, wie sie ihren eigenen Ring beim Zwiebelkauf verlor – und ihn ganz unten im Gemüsenetz wiederfand. Ein kleiner Funke Hoffnung, an den sich auch das Hundehalter-Paar seither klammert.
Wer kann helfen?
Der Wettlauf gegen die Zeit läuft bis heute. Jeder Spaziergänger am Prosperberg und jeder Kunde im Rewe könnte nun das entscheidende Puzzleteil finden. Die Familie bittet inständig: Wer das goldene Fundstück entdeckt, möge es sofort im Fundbüro oder im Supermarkt abgeben.
Fest steht bis jetzt nur eins: Diese Gassi-Runde wird Christoph K. wohl nie wieder vergessen.