Montagabend (30.03.2026), 19 Uhr. Das grelle Licht der IKEA-Filiale in Hamburg-Altona leuchtet in die Dunkelheit, Menschen erledigen nach Feierabend ihre letzten Besorgungen. Niemand ahnt, dass zwischen Beton und Neonreklame eine unberechenbare Gefahr lauert…
Plötzlich geschieht das Unfassbare: Eine Frau wird aus dem Nichts attackiert! Sie bricht schwer verletzt zusammen. Der Auslöser dieses Albtraums ist kein Mensch – es ist ein wilder Wolf.
Ein Wolf streift durch Hamburg!
Zwei Tage lang ist das Raubtier bereits wie ein Geist durch die Hansestadt geirrt. Alles beginnt ausgerechnet im ruhigen Blankenese. Ein Anwohner steht dem Tier im eigenen Garten plötzlich Auge in Auge gegenüber, dann verschwindet der Vierbeiner lautlos in der Dunkelheit.
Auch an einer Grundschule und in den trubeligen Straßen von St. Pauli wird das Tier gesehen. Immer wieder taucht der Schatten auf und taucht unter. Experten, die Videomaterial auswerteten, sind sich mittlerweile sicher: Es handelt sich um einen echten Wolf. Genauer gesagt um ein sehr junges Tier.
Die Vermutung bisher: Wahrscheinlich wurde der junge Wolf von seinem Rudel verstoßen und legt auf der verzweifelten Suche nach einer neuen Familie weite Strecken zurück – weshalb er schließlich mitten in Hamburg auftaucht und völlig gestresst zubeißt.
Panik am Jungfernstieg
Nach der Attacke auf eine Passantin in Altona irrt das verängstigte Tier weiter durch die Nacht. Am späten Abend wird der Wolf am berühmten Jungfernstieg in die Enge getrieben. In blinder Panik vor den heranrückenden Polizisten stürzt sich das Tier in das eiskalte, dunkle Wasser der Alster.
Mit einer einfachen Schlinge gelingt es den Beamten schließlich, den zitternden und erschöpften Wolf aus dem Wasser zu ziehen und in einer Kiste zu sichern. Ein Jäger bringt das Tier noch in der Nacht vor die Tore der Stadt.
Zurück bleibt eine im Gesicht schwer verletzte Frau im Krankenhaus – und die beklemmende Gewissheit, dass die wilde Natur manchmal sehr viel näher ist, als wir glauben.