Wenn ein harmloser Abend-Spaziergang in Sekundenbruchteilen in einem Albtraum endet… Am Mirador Pedrafort, einem beliebten Aussichtspunkt hoch über der Küste Mallorcas, flackern die Straßenlaternen an diesem Tag im starken Wind.
Ein Mann und seine Tochter sind hier mit ihrer kleinen Dackelhündin Coco unterwegs. Dann passiert das Unfassbare: In der Dunkelheit verliert der Hund plötzlich den Halt! Ein Fehltritt, und Coco stürzt ins schwarze Nichts. Unten rauscht das Meer so laut, dass es jeden Laut, jedes Rufen einfach verschluckt.
Hund stürzt die Steilküste hinab
Die Hundehalter stehen fassungslos an der Klippe. Hier geht es 90 Meter steil hinab! Und nirgends ist etwas von Coco zu sehen. Panik bricht aus.
Die alarmierte Feuerwehr von Llucmajor ist schnell vor Ort, doch die Retter müssen eine bittere Entscheidung treffen. Die Dunkelheit, die peitschenden Windböen und das unberechenbare Gefälle machen einen Abstieg in der Nacht zu einem tödlichen Risiko für die Einsatzkräfte. Die Suche nach dem Dackel wird schweren Herzens abgebrochen.
Für die Familie beginnt eine zermürbende, schlaflose Wache am Rand der Klippe. Während Nachbarn stillen Beistand leisten, starrt das Herrchen stundenlang in die Dunkelheit – in der quälenden Ungewissheit, ob Coco den Sturz in die Tiefe überhaupt überlebt hat.
Leises Jaulen aus der Tiefe!
Erst als der nächste Morgen graut und sich der Nebel über dem Meer lichtet, durchbricht ein Geräusch das Rauschen der Wellen. Es ist ein leises, aber deutliches Jaulen! Erneut keimt Hoffnung auf.
Die Einsatzkräfte rücken nun mit Drohnen an, um die schroffe Felswand systematisch nach dem Hündchen abzusuchen. Zentimeter für Zentimeter fliegt die Kamera die Steilküste ab, bis auf dem Bildschirm endlich das auftaucht, was niemand mehr zu hoffen wagte.
Dackelhündin Coco sitzt zusammengekauert auf einem winzigen Felsvorsprung, exakt 15 Meter unterhalb der Klippenkante. Glück im Unglück, denn einen Sturz die vollen 90 Meter hinab hätte sie nicht überlebt.

Bei Tageslicht und unter den bangen Blicken der Anwohner gelingt den Rettern schließlich die riskante Bergung. Als Coco wieder festen Boden unter den Pfoten hat, zittert sie am ganzen Körper. Ihr Fell ist verkrustet von Meersalz und Staub, die Augen sind müde – aber sie lebt.
Dieses Wunder am Abgrund von Llucmajor ist eine deutliche Mahnung an alle, insbesondere an der Steilküste gut aufzupassen, wohin man tritt – und die Leine an so einem Ort niemals loszulassen.
