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Bei Hausbrand verletzter Dackel
© Tierheim Lippstadt / Facebook

Großbrand im Wohnhaus: Die Rettung der Dackel ist ein Wunder, doch ihr Anblick schockiert alle

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Erst der verheerende Dachstuhlbrand bringt die Wahrheit ans Licht. Denn im Tierheim offenbart sich ein dunkles Geheimnis, das jeden fassungslos macht.

Als die Flammen sich durch den Dachstuhl eines Wohnhauses in Rüthen (Kreis Soest / NRW) fressen, verlieren Ludwig, Hedwig, Helga, Lieselotte und Udo alles, was sie kannten. Dass die fünf Dackel dem flammenden Gefängnis lebend entkommen, grenzt an ein Wunder. Drei weitere Hund überleben das Inferno nicht.

Doch als die völlig verängstigten und brandverletzten Tiere im Tierheim Lippstadt ankommen, gefriert den Freiwilligen bei aller Erleichterung das Blut in den Adern. Denn das Feuer ist tatsächlich nicht das Schlimmste, was diesen Hunden angetan wurde.

Das dunkle Geheimnis unter dem Ruß

Die Mitarbeiter des Tierheims sind vieles gewohnt, doch was sie bei der Erstversorgung entdecken, sprengt jede Vorstellungskraft. Als sie die Brandwunden der Dackel versorgen und den Ruß aus dem Fell waschen, wird schlagartig klar: Die Brandverletzungen sind nur die Spitze des Eisbergs.

„Alle sechs Hunde sind in einem erschütternden Zustand“, fasst das Tierheim die bittere Realität zusammen. Ihr eigentliches Martyrium muss schon lange vor der Brandnacht begonnen haben.

Die Dackel leiden unter blutig entzündeten Ohren, massiven Herzproblemen, unbehandelten Tumoren und faulenden Zähnen. Das Feuer hat sie nicht nur fast das Leben gekostet – es hat ein langes, stummes Leid schonungslos aufgedeckt.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt

Für die überlebenden Dackel beginnt nun ein medizinischer Marathon. Bei einigen müssen radikale Zahnsanierungen durchgeführt werden – vermutlich werden sie alle Zähne verlieren. Gewebeproben müssen ins Labor, Tumore herausgeschnitten werden.

Besonders für Helga, die Älteste der Gruppe, tickt die Uhr; ihre erste schwere Operation steht unmittelbar bevor. Neben starken Schmerzmitteln und speziellen Bädern braucht das Tierheim nun vor allem eines: finanzielle Hilfe. Die Flut an Tierarztkosten, Medikamenten und Pflegeutensilien droht das Budget der Retter zu sprengen.

Was sich in den Jahren vor dem Brand hinter verschlossenen Türen abgespielt hat, lässt sich nur erahnen. „Wir möchten uns das auch nicht vorstellen“, heißt es aus dem Tierheim.

Doch inmitten dieses Grauens gibt es ein Detail, das selbst die härtesten Beobachter berührt: Trotz ihrer Schmerzen, trotz der Narben und der Vergangenheit, wedeln Ludwig, Hedwig und die anderen mit dem Schwanz. Sie suchen die Nähe der Menschen, genießen jede Streicheleinheit an der frischen Luft und zeigen einen unbändigen, fast schon trotzigen Lebenswillen. Sie haben die Hölle gleich zwei Mal überstanden – jetzt fangen sie endlich an zu leben.

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