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Polizeiauto mit geöffneter Tür
© Lilia Solonari / Shutterstock (Symbolbild)

Polizeiauto hält vor dem Tierheim: Was die Beamten aus dem Wagen holen, übersteigt jede Vorstellungskraft

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Die Autotür geht auf – und den erfahrenen Tierschützern gefriert das Blut in den Adern. Dieser lebendige Albtraum macht das ganze Netz fassungslos.

Dass ein Wagen der Kerpener Polizei vor den Türen des Tierheims Bergheim (NRW) hält, ist eigentlich nicht besonders ungewöhnlich. Allerdings wird dieser spezielle Fall den Freiwilligen dort noch lange in den Knochen stecken.

Als sich die Autotür öffnet, erwarten die Pfleger instinktiv den bereits gewohnten Anblick eines verängstigten und vielleicht auch etwas zerzausten Fundhundes. Doch was die Beamten dann herausheben, lässt ihnen augenblicklich das Blut in den Adern gefrieren. Das Bündel, das dort vor ihnen steht, sieht auf den ersten Blick kaum noch aus wie ein Hund!

Hund in stinkendem Panzer gefangen!

„Uns fehlen gerade die Worte“, fasst das Team die beklemmende Szenerie zusammen. Der helle Rüde steckt komplett in einem zentimeterdicken, stinkenden Panzer fest. Es sind massive, verklebte und verdreckte Filzplatten, die sich wie Beton um seinen Körper gelegt haben. Der Hund ist in seiner eigenen Hülle lebendig "eingemauert"!

Das Ausmaß der monatelangen, eiskalten Vernachlässigung zeigt sich in grausigen Details: Der Hund ist so extrem in seinen Filzplatten gefangen, dass er kaum noch laufen kann. Weil für ihn jede normale Bewegung nahezu unmöglich ist, muss er sich beim Urinieren immer wieder selbst einnässen

Er konnte nicht einmal mehr Pipi...

Auf dem Behandlungstisch des Tierheims beginnt wenig später die mühsame Befreiungsaktion. In stundenlanger Arbeit muss der Hund bis auf die Haut geschoren werden, um ihn aus seiner Fell-Hölle zu holen.

Dabei wird das ganze schockierende Ausmaß sichtbar: Die schweren, abgeschorenen Filzbrocken türmen sich schließlich neben dem nun überraschend schmalen Hund auf.

„Was hat das Tier erleiden müssen? Also es ist wirklich ein Albtraum“, fassen die schockierten Retter zusammen. Ein Fall dieses Ausmaßes sprengt selbst für das erfahrene Team des Tierheims Bergheim alle Grenzen: „In all den Jahren ist noch nie ein Tier in einem so bedauernswerten Zustand zu uns gekommen.“

Das Netz ist außer sich

Die Aufnahmen vom entsetzlichen Zustand des Hundes schlagen auf Social Media ein wie eine Bombe: Innerhalb eines einzigen Tages werden sie allein bei Facebook über hunderttausendmal aufgerufen, tausendfach geteilt und rufen eine gigantische Welle der Wut und des Entsetzens hervor.

Dem Rüden geht es ohne seinen erdrückenden, stinkenden Panzer mittlerweile langsam, aber sichtlich besser. Doch während er sich zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder frei bewegen kann, bleibt ein trauriges Rätsel ungelöst. Wer hat zugesehen, wie das Tier über unzählige Monate hinweg derart verkam?

Der Hund wurde in Kerpen gefunden – nun sucht das Tierheim Bergheim dringend nach Hinweisen, um herauszufinden, woher er stammt und wer ihm dieses unvorstellbare Leid angetan hat.

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