Aldi-Tasche im Mülleimer
© Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede & Grasberg e.V. / Facebook

Passanten sehen Aldi-Tasche im Mülleimer: Kurz darauf beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit!

von Stefanie Gräf

Die blaue Einkaufstasche im Mülleimer wirkt zunächst unscheinbar. Doch ihr Inhalt sorgt nicht nur bei den Findern für Entsetzen – plötzlich zählt jede Minute!

An der Bushaltestelle Dorfstraße auf Höhe der Alten Schmiede im beschaulichen Worpswede sticht am 1. September 2026 eine gewöhnliche Einkaufstasche im öffentlichen Mülleimer ins Auge. Jemand hat sie irgendwie noch halbwegs in das fast volle Behältnis hineingestopft, die Hälfte hängt heraus.

Möglicherweise ist es der Gedanke, dass so ein Beutel nicht in einen öffentlichen Abfallbehälter gehört, der die Passanten in Aktion treten lässt. Sie werfen einen genaueren Blick auf die Tüte und dann läuft es ihnen eiskalt über den Rücken! Denn was sich in ihr verbirgt, macht aus dem vermeintlich unscheinbaren Fund einen dramatischen Notfall.

Vier Neugeborene im Müll entsorgt!

In der Tasche liegen vier winzige, frisch geborene Kitten - bei allen ist sogar noch die Nabelschnur vorhanden. Sie sind vollkommen hilflos, ohne Schutz vor der Kälte und ohne ihre Mutter. Wer auch immer das Quartett dort hineingeworfen hat, überließ die Neugeborenen wissentlich dem sicheren Tod im Abfall.

Glücklicherweise wird das schreckliche Versteck rechtzeitig entdeckt, bevor der Erstickungs- oder Kältetod eintreten kann. Die Benachrichtigung löst sofort eine Rettungsaktion aus, woraufhin die Kleinen in die Obhut des Tierschutzvereins Lilienthal, Worpswede & Grasberg e.V. übergeben werden. „Wie kann man so etwas tun?“, fragt der Verein erschüttert in einem Facebook-Post vom 1. September. 

Wer die Tiere dort zurückgelassen hat und was genau zuvor geschehen ist, ist bislang nicht bekannt. Klar ist jedoch: Für die kleinen Katzen zählt jetzt vor allem eines – Zeit.

Vier Kitten kämpfen ums Überleben

Die Neugeborenen befinden sich inzwischen in der Obhut des Tierschutzvereins und werden versorgt. Doch eine Entwarnung gibt es nicht. Nach Angaben der Tierschützer sind die vier Kitten noch sehr schwach und kämpfen um ihr Überleben. Sie müssen rund um die Uhr medizinisch versorgt werden. Ob alle Tiere durchkommen werden, ist derzeit offen.

Der Verein bezeichnet die Katzenbabys als „kleine Kämpfer“ und hofft, dass sie es schaffen. Gleichzeitig sorgt der Fall im Netz für massive Empörung. Unter dem Facebook-Beitrag reagieren zahlreiche Nutzer fassungslos. „Ist das furchtbar, wie herzlos kann man sein?“, schreibt eine Person. Andere hoffen vor allem darauf, dass die vier Kleinen überleben.

Ein Gedanke beschäftigt dabei mehrere Menschen besonders: Was ist mit der Mutterkatze? Eine Nutzerin vermutet, dass sie möglicherweise nach ihren verschwundenen Jungen sucht. Ob und wo sich das Muttertier befindet, ist allerdings nicht bekannt.

„Wie herzlos kann man sein?“

Nun soll geklärt werden, wer die neugeborenen Katzen an der Bushaltestelle zurückgelassen hat. Der Tierschutzverein bittet deshalb dringend um Mithilfe der Bevölkerung.

Wer rund um die Worpsweder Haltestelle Dorfstraße/Höhe Alte Schmiede etwas Auffälliges beobachtet hat – etwa eine Person, ein Fahrzeug oder andere ungewöhnliche Vorgänge –, soll sich beim Verein oder bei der Polizei melden. Auch scheinbar nebensächliche Beobachtungen könnten helfen. 

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