Kreisstadt Olpe mit Biggesee im Vordergrund
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NRW: Tödliche Seuche ausgebrochen – ein einziger Schritt in Straßenschuhen reicht!

von Stefanie Gräf

Mitten in NRW ist aktuell eine heimtückische Seuche auf dem Vormarsch. Viel zu viele Menschen nehmen sie noch immer nicht ernst - mit fatalen Konsequenzen.

Viele Anwohner im betroffenen Kreis Olpe (NRW) wiegen sich nach wie vor in absoluter Sicherheit: Das eigene Wohnzimmer wirkt wie eine uneinnehmbare Festung, fernab aller Gefahren der Außenwelt. 

Doch hinter verschlossenen Türen lauert ein unsichtbarer Gegner! Für den Ausbruch des Erregers reicht ein einziger Schritt mit verunreinigten Straßenschuhen über die Türschwelle, um die Gefahr unbemerkt in die eigenen vier Wände zu bringen.

Seuche grassiert im Kreis Olpe

Was geschieht, wenn das Virus zuschlägt, zeigt sich derzeit in aller Schärfe im Kreis Olpe. Über die letzten drei Monate häuften sich in den Ortschaften Fretter, Elsperhusen und Beukenbeul beunruhigende Vorfälle. 

In Fretter verstarb ein kompletter Wurf von drei bis vier Kätzchen; erst vor rund eineinhalb Wochen lag eines der Tiere leblos direkt neben einer Futterstelle, während ein weiteres im letzten Moment gesichert werden konnte.

Auch in Elsperhusen überlebte von vier betroffenen Katzen nur eine einzige. In Beukenbeul bot sich den Helfern ein ähnlich dramatisches Bild: Sie kämpften um vier schwer erkrankte Kitten, die gleichzeitig unter schwerem Katzenschnupfen und Giardien litten. 

Zwar überlebten drei von ihnen, doch bei einem Kitten war die Zerstörung des Gewebes so weit fortgeschritten, dass ein Auge nicht mehr gerettet werden konnte.

Panleukopenie: Tödliche Gefahr

Hinter dem Ausbruch steckt die feline Panleukopenie, bekannt als Katzenseuche. Die Viruserkrankung verläuft vor allem bei jungen und ungeimpften Tieren rasend schnell und häufig tödlich. Hohes Fieber, schweres Erbrechen und extremer Durchfall zehren die Körper innerhalb kürzester Zeit aus.

Das Gefährliche an diesem Erreger ist seine Ausdauer: Er übersteht monatelang in der Umwelt und ist unempfindlich gegenüber vielen gewöhnlichen Reinigungsmitteln. Dadurch wird Kleidung, Spielzeug oder eben die Sohle von Straßenschuhen zum perfekten Transportmittel. Das Risiko macht an der Wohnungstür nicht halt.

Versteckte Träger und fehlender Platz

Tierschützer gehen davon aus, dass die bisher bekannten Todesfälle nur die Spitze des Eisbergs sind. Viele unentdeckte Würfe freilebender Katzen sterben unbeachtet im Dickicht. Gleichzeitig gerät das Hilfsnetz an seine Belastungsgrenzen.

Die Zahl der herrenlosen Katzen steigt stetig, sodass Pflegestellen und Unterbringungsmöglichkeiten im Kreis Olpe restlos ausgebucht sind. Tiere, für die kein Platz frei ist, verbleiben draußen – und das Infektionsrad dreht sich weiter.

Der einzige wirksame Schutz

Da die Katzenseuche nicht meldepflichtig ist, verbleibt den Helfern nur die Aufklärung vor Ort. Ihr dringender Appell richtet sich an alle Halter: Nur eine vollständige Impfung, die regelmäßig aufgefrischt werden muss, bietet effektiven Schutz gegen schwere Verläufe – ausdrücklich auch für reine Wohnungskatzen. 

Zudem bleibt die Kastration von Freigängern der entscheidende Schlüssel, um das Elend ungeimpft geborener Kitten im Keim zu ersticken.

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