Die Streife ist am Sonntagabend in der Markgrafenstraße in Lörrach unterwegs, als plötzlich ein durchdringendes Geschrei zu hören ist. Die unheimlichen Laute lassen die Einsatzkräfte auf eine zutiefst bedrückende Situation aufmerksam werden. Auf dem kalten Asphalt liegt der reglose Körper einer überfahrenen Katze – rücksichtslos im Stich gelassen.
Aber da ist noch mehr. Dicht neben dem verunglückten Tier kauert ein winziges, völlig verstörtes Katzenkind! Der kleine Vierbeiner schreit verzweifelt um Hilfe und weicht keinen Millimeter von der Stelle, während der Verkehr an ihm vorbeirauscht.
Kätzchen sucht Schutz bei Polizisten
Als eine vorbeifahrende Polizeistreife stoppt, zögert das traumatisierte Tier keinen Augenblick. Statt vor den Fremden zu flüchten, sucht die kleine Samtpfote sofort den Schutz der Beamtinnen und Beamten. So als wüsste es, dass diese Menschen ihm helfen würden. Und sein Gespür ist goldrichtig, denn die Streife lässt die kleine Samtpfote nicht einfach zurück.
Kurzerhand wird die Kleine in Obhut genommen und darf mit auf das Polizeirevier Lörrach. Aus einem traurigen Einsatz entwickelt sich damit plötzlich eine Geschichte, die innerhalb weniger Stunden eine ganz andere Richtung nimmt. Denn auf dem Revier wartet für das Kätzchen keineswegs nur ein ruhiger Platz für die Nacht.
Nachtdienst mit flauschigem Kollegen
Die Polizistinnen und Polizisten kümmern sich rührend um ihren unerwarteten Gast. Das Kätzchen wird versorgt, verwöhnt und leistet den Einsatzkräften während der gesamten Nachtschicht Gesellschaft.
Die Polizei sucht nicht nur über Social Media nach der Halterin, sondern überprüft auch, ob das Kätzchen gechippt ist – und beides liefert Treffer! So kann die Halterin des Tieres ausfindig gemacht werden. Außerdem stellt sich heraus. dass die tödlich verunglückte Katze doch nicht die Mutter des Kätzchens ist, wie zunächst angenommen worden war. Welches Drama sich vor dem Eintreffen der Retter auf der Straße abspielte, bleibt im Dunkeln.
Das kleine Kätzchen kehrt nach einer dramatischen Nacht schließlich wieder wohlbehalten in sein Zuhause zurück. Aus einem Einsatz, der mit einem verzweifelten Miau beginnt, wird so innerhalb weniger Stunden eine Geschichte mit Happy End.