Josef ist beeindruckende 104 Jahre alt. Die Augen seien nicht mehr so gut, wie er zugibt. Auch das Gehör habe nachgelassen und die Kniearthrose nage bei jedem einzelnen Schritt an den Gelenken. Doch das alles hält den Senior nicht auf. Er hat ein großartiges Rezept gegen das Älterwerden!
An drei Tagen in der Woche wird Josefs Leben bunt und fröhlich, denn Hündin Elli betritt die Szene. Und die liebenswerte Hündin ist es, die den Rentner so unglaublich jung und fit hält, wie er mit strahlendem Lächeln verrät.
Bestes Rezept: Leihhund gegen das Altern
Bis zu seinem 92. Lebensjahr marschierte Josef noch jeden Tag zu Fuß zur Arbeit. Er war schon immer ein sehr aktiver Mensch. Der entscheidende Wandel im ungleichen Duell gegen das älter werden kam dann allerdings auf vier Pfoten.
Elli ist ein sogenannter „Leihhund“ – ein pragmatisches Konzept, das das Leben des Seniors von Grund auf umkrempelt. Sie gehört ihm nicht fest, verlangt keine Rund-um-die-Uhr-Pflege, bringt aber genau im richtigen Moment die nötige Dynamik in sein Leben. Sobald die Hündin da ist, ist Josef voll und ganz mit den Gedanken bei ihr.
Gemeinsam spielen und schmusen
An drei Tagen die Woche vergisst Josef, dass er bereits 104 Jahre auf dem Buckel hat. Volle zwei Stunden ist der 104-Jährige mit Elli draußen unterwegs – eine Zeitspanne, die selbst Jahrzehnte Jüngere oft scheuen.
Die steifen Gelenke, der stechende Schmerz in den Knien, die Müdigkeit: All das rückt für 120 Minuten in den Hintergrund. „Ich wäre sonst nicht zwei Stunden draußen“, gibt Josef ungeschönt zu. Die Hündin zwingt ihn nicht. Ihre bloße Anwesenheit und ihre Fröhlichkeit beim gemeinsamen Spielen reichen aus, um ihn all das vergessen zu lassen.
104 Jahre - aber da geht noch was!
Aber das ist noch längst nicht alles, denn da gibt es noch eine gemeinsame Aktivität, die die zwei sehr genießen: „Schmusen", verrät Josef und strahlt über das ganze Gesicht. „Das ist der liebste Hund, den ich je im Leben hatte.“
Die Hündin verlangt nichts, sie urteilt nicht über das nachlassende Gehör oder die langsamen Schritte. Sie ist schlicht präsent, gibt Zuneigung und fordert sie ein. Für Josef ist ihre Gegenwart der Treibstoff, der ihn seine 104 Jahre vergessen lässt - und sicher noch einige weitere.