Mittwochmittag am Fuhsekanal in Celle (Niedersachsen): Ein Mann ist mit seinem Hund unterwegs, genießt die frische Luft und das friedliche Plätschern des Wassers. Nichts deutet darauf hin, dass dieser idyllische Ausflug innerhalb von Sekunden in einen Albtraum umschlagen wird!
Ein unachtsamer Moment, ein falscher Schritt am Ufer – und der Hund verliert den Halt. Mit einem lauten Platschen stürzt das Tier in das kühle Wasser des Kanals.
Die Falle schnappt zu: Gefangen im Morast
Der Halter zögert keine einzige Sekunde. Getrieben von der Sorge um seinen Begleiter klettert er das steile Ufer hinab, um das Tier aus dem Wasser zu ziehen. Doch was als schnelle Befreiungsaktion geplant war, wird schlagartig zur gefährlichen Falle.
Der Grund des Kanals besteht aus zähflüssigem, tiefem Schlamm. Als der Mann versucht, festen Halt zu finden, saugt der Morast seine Beine unerbittlich ein. Jede Bewegung lässt ihn nur noch tiefer einsinken. Binnen weniger Augenblicke wird klar: Aus eigener Kraft gibt es weder für den Hund noch für seinen Besitzer ein Entkommen aus diesem Uferbereich.
Der Moment der absoluten Hilflosigkeit
In dieser ohnehin schon brenzligen Situation folgt der nächste Schock. Bei dem Versuch, sich und das Tier zu sichern, gerät das Mobiltelefon des Mannes ins Wasser. Die Elektronik gibt sofort ihren Geist auf, das Display bleibt schwarz.
In einem einzigen Sekundenbruchteil verpufft die letzte Chance, selbst Verstärkung herbeizurufen. Die Falle ist perfekt: Festgekettet im klebrigen Schlamm, durchnässt und ohne jede Möglichkeit, die Außenwelt zu kontaktieren. Die Verzweiflung mitten im Kanal wächst von Minute zu Minute.
Erlösende Entdeckung in letzter Sekunde
Minuten verstreichen, die sich für den Eingeschlossenen wie Ewigkeiten anfühlen. Dass an diesem Nachmittag jemand den Weg am Kanal kreuzt, ist das reine Glücksspiel. Doch dann die Rettung: Aufmerksame Passanten bemerken die ungewöhnliche Szene im Wasser von der Ferne aus. Sie erkennen den Ernst der Lage sofort und schlagen umgehend Alarm.
Wenig später trifft professionelle Hilfe am Ufer ein. Den Helfern gelingt es mit gezielten Handgriffen, den Mann und seinen Hund aus dem klebrigen Griff des Schlamms zu ziehen und wohlbehalten ans feste Ufer zu bringen. Beide kommen mit dem Schrecken davon. Ein ganz normaler Gassi-Gang, der um ein Haar in einer Katastrophe geendet wäre.