Die Sonne scheint auf den Hafen von La Ciotat (Frankreich). Silvia nutzt die Gelegenheit für eine kleine Pause auf der Terrasse, begleitet von ihrem treuen Shar-Pei Roro. Sie wählt einen schattigen Tisch, um ihren Begleiter vor der drückenden Hitze zu schützen. Der Hund legt sich ruhig zu ihren Füßen, und der Augenblick wirkt idyllisch.
Doch als es Zeit wird zu gehen, ändert sich die Situation schlagartig, wie die Zeitung Nice Matin berichtet. Beim Aufstehen stößt Roro einen Schmerzenslaut aus. Silvia entdeckt mit Entsetzen, dass ihr Hund schwer verletzt ist. Panisch erkennt sie die kritische Lage und eilt sofort zur örtlichen Tierarztpraxis.
Eine stille und unbekannte Gefahr
Die Diagnose der Tierärztin ist eindeutig: Roro leidet an schweren Verbrennungen. Selbst im Schatten hatte der Asphalt eine intensive Hitze gespeichert und den Boden in eine echte Falle verwandelt. „Ich habe die Hitze des Asphalts falsch eingeschätzt, obwohl wir nicht in der prallen Sonne waren“, gesteht Silvia, noch immer unter Schock.
Diese traumatische Erfahrung beleuchtet ein Risiko, das Hundehaltern und Katzenhaltern oft unbekannt ist. In Hitzewellen kann die Asphalttemperatur über 60°C erreichen. Dies verursacht in wenigen Sekunden tiefe Verbrennungen, nicht nur an empfindlichen Körperstellen, sondern auch an den Pfotenballen.
Silvias Aufruf zur Wachsamkeit
Roro wird notfallmäßig behandelt und erholt sich langsam, doch er wird Narben von diesem Unfall behalten. Für seine Halterin hat sich das Trauma in eine Mission verwandelt: möglichst viele Menschen aufzuklären. „Wenn man sein Tier leiden sieht, lernt man daraus“, erklärt sie. Sie hofft, dass ihr Zeugnis anderen erspart, dasselbe durchzumachen.
Da sich Hitzewellen häufen, ist Vorsicht geboten. Vor jedem Spaziergang ist es wichtig, die Bodentemperatur mit dem Handrücken zu prüfen. Kannst du ihn nicht länger als fünf Sekunden halten, ist es zu heiß für deinen Hund. Bevorzuge Spaziergänge früh morgens oder spät abends und frische Grasflächen.