Ein vernachlässigter Hund
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Einer im Freien angekettet, der andere im Dunkeln eingesperrt: Stiftung rettet AmStaff und Husky

von Elise Petter

Nach einem Hinweis entdeckt ein Verein das Drama zweier Hunde. Einer lebt im Dunkeln, der andere ist draußen dauerhaft angekettet.

Ein unerträglicher Alltag

Als die ehrenamtlichen Ermittlerinnen der Fondation 30 Millions d’Amis auf einem Grundstück in Pas-de-Calais (Frankreich) eintreffen, entdecken sie eine erschütternde Szene. Zwei Hunde namens Odin und Tonnerre fristen dort ein erbärmliches Dasein, weil ihr Halter sie wegen angeblicher Unverträglichkeit trennt.

Ihre Lebensbedingungen sind schrecklich. Der achtjährige American Staffordshire Terrier Odin lebt ständig angekettet im Freien, ohne einen angemessenen Schutz vor dem Wetter zu haben. Unterdessen ist Tonnerre, ein eineinhalb Jahre alter Husky, im Haus eingesperrt und muss ohne Tageslicht auskommen. „Sie leben in ihren eigenen Fäkalien“ und haben nicht einmal Wasser zur Verfügung, berichtet eine Helferin.

Ein angespannter, aber entscheidender Einsatz

Mit Unterstützung der örtlichen Polizei sucht das Team der Stiftung das Gespräch, um die beiden Tiere zu befreien. Die Lage ist extrem angespannt, da sich der Mann weigert zu kooperieren. „Er beschuldigt uns des Diebstahls und bedroht uns“, erklärt eine der Tierschützerinnen.

Dank ihrer Entschlossenheit erreichen die Helferinnen schließlich die offizielle Übergabe der Vierbeiner. Dies ist eine enorme Erleichterung für Odin und Tonnerre, die ihren Retterinnen ohne Zögern folgen. „Sie sind froh, dort wegzukommen“, berichtet eine der Beteiligten. Für die Rüden beginnt nun ein völlig neues Leben.

Zwei Schicksale, dieselbe Hoffnung

Sobald er in Sicherheit ist, findet der junge und temperamentvolle Tonnerre schnell ein liebevolles Zuhause. Dieses Happy End belohnt die Mühen aller Beteiligten.

Für Odin ist der Weg in ein neues Leben etwas länger. Da er völlig abgemagert und geschwächt im örtlichen Tierheim ankommt, benötigt er intensive tierärztliche Betreuung. Heute ist er wie verwandelt, hat an Gewicht zugenommen und neues Vertrauen gefasst. Die Pfleger beschreiben ihn als „einen absolut liebenswerten Hund im Umgang mit Menschen“.

Der sanfte Riese wartet nun auf eine Familie, die ihm einen ruhigen Lebensabend schenken möchte. Sein zukünftiger Halter benötigt einen Sachkundenachweis, was jedoch nur eine kleine Formalität für dieses große Hundeglück darstellt.

Übersetzt von Wamiz FR
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