Es sind Abgründe, die sich hinter den Türen einer Wohnung in Zürich (Schweiz) aufgetan haben. Als die Frau Anfang 30 die junge Hündin zu sich holt, ist sie Feuer und Flamme. Diese Rasse sei genau ihr Ding!
Doch dann kippt das Ganze – und die Tierliebe endet in einer systematischen Kette aus Frust, Gewalt und bizarren Misshandlungen! Nach dem Martyrium von Hündin „Jette“ erschüttert nun bereits der nächste Fall die Tierfreunde. Kennen manche Menschen keine Grenzen mehr?
Wenn Frust in Tierquälerei umschlägt
Die Akten des Bezirksgerichts Winterthur zeichnen ein erschreckendes Bild des Alltags. Weil die junge Hündin angeblich die Wohnung verwüstete oder sich beim Gassigehen weigerte, ihr Geschäft zu verrichten, griff die Halterin zu Methoden, die fassungslos machen.
Um ungehindert auf den Tschechoslowakischen Wolfshund einschlagen zu können, soll die Schweizerin die Wolfshündin am Halsband an eine Türklinke gehängt haben – so weit oben, dass die Pfoten den Boden nicht mehr berührten!
Doch die Grausamkeiten gingen noch weiter. Weil ein gekaufter Maulkorb zu eng war, zwang die Frau das Tier in eine sogenannte Unterwerfungsposition auf den Rücken. Sie klemmte der Hündin ein Kauspielzeug zwischen die Kiefer und goss flüssigen Gips über die gesamte Kopfpartie – von der Schnauze bis über die Augen –, um eine Schablone anzufertigen.
Minutenlang musste das in Panik versetzte Tier in dieser Starre verharren, während der Gips auf der Haut fest wurde!
Sprachnachrichten enthüllen die Wahrheit
Lange blieben die Vorfälle unbemerkt, bis private Audiobotschaften der Frau an eine Kollegin das Schweigen brachen. Die Tonbandaufnahmen dokumentieren eine erschreckende Kälte und rohe Gewaltbereitschaft.
„Ich könnte sie wirklich totschlagen. Keine Nerven mehr habe ich für das Viech“, schrie die Halterin in ihr Telefon. „Wenn ich diese Wut am Hund auslasse, ist der Hund tot.“
Neben den dokumentierten Gips- und Schlag-Aktionen listet das Protokoll weitere Erniedrigungen auf: Die Schnauze der Hündin wurde in den Dreck gedrückt, ihre Ohren zusammengekniffen und die Leine mit scharfer Tabasco-Sauce präpariert, um das Reißverhalten zu bestrafen.
Nach einem angeblichen „Treppensturz“, bei dem das Tier gegen eine Wand geschleudert wurde, musste die Hündin sogar als Notfall im Tierspital behandelt werden.
Das unbegreifliche Justiz-Urteil
Vor den Richtern versuchte die Verteidigung der Frau jetzt, die Taten als bloße „verbale Entlastung“ herunterzuspielen. Die Sprachnachrichten seien lediglich zynische Übertreibungen gewesen, die Frau habe nur wie ein „Wald voll Affen gewütet“, um Druck abzulassen.
Das Gericht wertete die Argumente jedoch als reine Schutzbehauptung und sprach die Frau wegen wiederholter Tierquälerei schuldig.
Doch das Ende des Prozesses sorgt in der Tierschutz-Community für entsetzte Gesichter und lautstarke Proteste im Netz. Die Richter verzichteten auf eine Gefängnisstrafe und verhängten lediglich eine bedingte Geldstrafe sowie eine Geldbuße von 800 Franken.
Die bitterste Nachricht für alle Tierfreunde: Die Hündin wurde nicht beschlagnahmt. Weil die Behörden bei Kontrollen keine dauerhaften Missstände sahen, lebt der Tschechoslowakische Wolfshund bis heute bei genau der Frau, die ihn über Jahre hinweg quälte.